
Berlin (kobinet) Der Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband (DBSV) sucht wieder den besten Film für blinde Menschen. Vorschläge für den 7. Deutschen Hörfilmpreis, der im März 2009 in Berlin verliehen wird, können noch bis zum 17. November 2008 eingereicht werden. Der Preis ist eine Skulptur des blinden Künstlers Dario Malkowski. Sie trägt den Namen "Die Lauschende".
Das rund 3 Kilogramm schwere Bronzerelief zeigt ein Frauengesicht. "Die eine Hand liegt hinter dem Ohr, um das Hören deutlich zu machen, die andere Hand bedeckt gedankenvoll die Augen", beschreibt Malkowski selbst die Darstellung. "Wir haben uns für dieses Kunstwerk entschieden, weil es in sehr direkter Weise symbolisiert, wie blinde und hochgradig sehbehinderte Menschen einen Hörfilm ‚sehen'", so DBSV-Präsidentin Renate Reymann.
Ausgezeichnet werden Initiativen und Projekte, die auf besondere Weise zur Verbreitung und Weiterentwicklung des Hörfilms beitragen, sowie besonders gelungene Hörfilm-Produktionen. Hörfilme ermöglichen es blinden und sehbehinderten Menschen, Filme als Ganzes wahrzunehmen und zu genießen. Diese Filme sind mit einer Audiodeskription (AD) versehen. Akustischen Untertiteln vergleichbar beschreibt AD in knappen Worten zentrale Elemente der Handlung sowie Gestik, Mimik und Dekors. Die Bildbeschreibungen werden in den Dialogpausen eingesprochen. sch
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