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19.09.2008 - 00:05

Woche des bürgerschaftlichen Engagements.

Berlin (kobinet) Unter dem Motto "Engagement macht stark!" beginnt heute die vierte Woche des bürgerschaftlichen Engagements. Die Aktionswoche, die erneut unter der Schirmherrschaft von Bundespräsident Horst Köhler steht, richtet die Aufmerksamkeit auf das freiwillige, ehrenamtliche und bürgerschaftliche Engagement von insgesamt 23 Millionen Menschen in Deutschland . Bis zum 28. September werden mit mehr als 1.000 Veranstaltungen im gesamten Bundesgebiet die unterschiedlichsten Facetten des bürgerschaftlichen Engagements präsentiert.

"Das Wirken der Volkssolidarität als Sozial- und Wohlfahrtsverband ist traditionell und auf Grund ihres sozialen Selbstverständnisses ohne das freiwillige Engagement, ohne das Ehrenamt nicht denkbar", erklärte Verbandspräsident Prof. Dr. Gunnar Winkler. "Dieses Engagement war und ist geformt vom Anspruch des solidarischen und helfenden Handelns. Ohne das Wirken der ehrenamtlich Aktiven wäre die Volkssolidarität weder handlungs- noch lebensfähig. Was auch in unserem Verband geschieht, ob das gemeinsame Reisen, ob Sport getrieben, gewandert, gesungen oder beim geselligen Zusammensein getanzt wird - all das ist Ergebnis der täglichen Kleinarbeit vieler Tausender Ehrenamtlicher in unserem Verband in Stadt und
Land. Ihr Wirken brachte allein im Jahr 2007 mit ca. 5,6 Millionen geleisteten Stunden eine soziale Wertschöpfung von über 41 Millionen Euro. Darauf können die mehr als 31.000 Ehrenamtlichen der Volkssolidarität berechtigt stolz sein."

Der Sozialverband Deutschland (SoVD) startet zur Woche des bürgerschaftlichen Engagements die Aktion "20.000 Postkarten für Gute Taten". Allein in Nordrhein-Westfalen sind über 100.000 Mitglieder des Verbandes aufgerufen, die Postkarten an Informationsständen zu verteilen. "Mit den Postkarten wollen wir die Menschen anregen, eine gute Tat zu tun", sagte Landesvorsitzende und Vizepräsidentin Marianne Saarholz. "Hilfsbereitschaft und Gemeinsinn sind heute wichtiger denn je." Unter dem Motto "Tu Dir was Gutes und sei für andere da" will der SoVD auch zeigen, dass man sehr viel zurückbekommt, wenn man sich engagiert.

Die Lebenshilfe bringt im 50. Jahr ihres Bestehens eine neue Idee mit, die Schritt für Schritt Raum greift: Menschen mit Behinderung sind nicht nur Empfänger gesellschaftlicher Solidarität und Unterstützung. Sie wollen nach ihren Möglichkeiten selbst aktiv werden, anderen Menschen helfen, die in Not sind. Ein Beispiel dafür kommt aus Netphen, einer kleinen Stadt in der Nähe von Siegen, wo das Lebenshilfe-Center NETI den Netphener Tisch anbietet. Solche ehrenamtlich organisierten Tafeln für sozial Bedürftige gibt es in vielen Städten. Das Besondere hier, so die Lebenshilfe: Die meisten NETI-Macher sind Menschen mit geistiger Behinderung. sch
 

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