
Berlin (kobinet) Der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) bietet ab 29. September im Test seinen "Bus & Bahn Begleitservice" an.
"Egal, ob Sie kurzzeitig mobilitätseingeschränkt sind, nur schwer alleine ein- und aussteigen können oder Hilfe bei der Orientierung für Umsteigesituationen benötigen: Der Bus & Bahn Begleitservice unterstützt Sie gerne", wirbt der VBB für die zunächst dreiwöchige Testphase seiner öffentlich geförderten Dienstleistung. "Zum vereinbarten Termin holt Sie der Begleitservice an der Wohnungstür ab, bringt Sie zu Ihrem Fahrtziel und bei kurzem Aufenthalt auch gleich wieder zurück bis an die Wohnungstür. Eine Routenplanung bringt der Begleitservice mit. Ihr Helfer bedient für Sie auch den Fahrkartenautomaten, denn eine gültige Fahrkarte brauchen Sie natürlich."
Nach einem voraussichtlich dreiwöchigen Testbetrieb soll der Service in den Dauerbetrieb übergehen. Damit verbunden wäre eine Ausweitung der Servicezeiten und eine Verdopplung der Anzahl der Begleitservice-Helfer. Einsatzgebiet ist Berlin, inklusive Fahrten zum Flughafen Schönefeld. sch
Bernd Masmeier schrieb am 20.09.2008, 16:52
Einen herzlichen Glückwunsch an die Berlinerinnen und Berliner mit Handicap! Bei einem Begleitservice für Menschen mit einer Mobilitätseinschränkung handelt es sich um eine wirklich gute Sache, auch wenn er zeitlich nur eingeschränkt zur Verfügung steht. Allerdings ist das in puncto Förderung der Mobilität von Menschen mit Handicap sonst so vorbildliche Berlin diesmal ein wenig spät dran: in Düsseldorf gibt es einen solchen Begleitservice bereits seit Anfang 2006. Bei uns ist es eine Einrichtung zur Wiedereingliederung von langzeitarbeitslosen Menschen, der in Kooperation zwischen der "Zukunftswerkstatt" (einer Einrichtung, die sich um die Wiedereingliederung deses Personenkreises in das Arbeitsleben bemüht) und dem örtlichen ÖPNV-Betreiber organisiert wird. Obwohl ich dieses Angebot noch nicht in Anspruch genommen habe, weiß ich, dass es von anderen Menschen mit Handicap, insbesondere von Blinden und schwer Sehbehinderten, gerne genutzt wird. Das gilt besonders dann, wenn Angehörige dieses Personenkreises Ziele erreichen wollen bzw. müssen, die ihnen bis dato unbekannt sind.
Um Missverständnissen vorzubeugen: ich möchte mit diesem Leserbrief keine Häme ausdrücken, sondern darauf hinweisen, dass es sich bei einem solchen Begleitservice um eine sehr sinnvolle Einrichtung handelt.