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30.09.2008 - 21:19

Armutsbekämpfung hat für den VdK Priorität.

Berlin (kobinet) Ulrike Mascher, die heute gewählte Vorsitzende des Sozialverbands VdK Deutschland, fordert ein härteres Vorgehen gegen Steuersünder. Sie erwartet von den Regierungen in Bund und Ländern, rasch konkrete Maßnahmen zur Bekämpfung und Vermeidung von Kinder- und Altersarmut zu ergreifen.

Angesichts der stark gestiegenen Preise für Güter des täglichen Bedarfs hat sich die Situation für von Armut betroffene Menschen, wie zum Beispiel Hartz IV-Empfänger, drastisch verschlechtert. "Geringverdiener, Alleinerziehende mit Kindern sowie Senioren mit geringen Renten drohen auf Grund der Inflation in die Armut abzurutschen", sagte Ulrike Mascher auf einer Pressekonferenz in Berlin.

Zur Frage der Finanzierung der geforderten Maßnahmen meinte die Sozialdemokratin: "Die Menschen haben einfach kein Verständnis dafür, dass auf der einen Seite Finanzjongleure in staatlichen und privaten Banken Milliarden von Euro verzocken und auf der anderen Seite kein Geld zur Armutsbekämpfung in Deutschland da sein soll." Die neue VdK-Chefin forderte mehr Steuerfahnder. Laut einer Studie schafften Steuerflüchtlinge aus Deutschland 175 Milliarden Euro am Fiskus vorbei in die Schweiz. Dies entspreche über 60 Prozent des gesamten Bundeshaushaltes. sch
 

 
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