
Berlin (kobinet) Die Berliner Senatorin für Integration, Arbeit und Soziales, Heidi Knake-Werner, hat heute gemeinsam mit Hans-Werner Franz, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes Berlin-Brandenburg (VBB), den neuen Bus & Bahn-Begleitservice des VBB vorgestellt. Menschen, die unsicher sind, ob und wie sie ihre Ziele in Berlin mit dem öffentlichen Nahverkehr alleine erreichen, können ab sofort ihre geplante Fahrt telefonisch anmelden und werden dann kostenlos durch geschulte Servicekräfte begleitet.
Wie im September berichtet (kobinet 19.9.08) bietet der VBB seinen Berliner Fahrgästen einen Begleitservice für Fahrten im öffentlichen Nahverkehr an. Das zunächst auf zwei Jahre angelegte Projekt eröffnet bisher Langzeitarbeitslosen nach einer entsprechenden Schulung im Rahmen des Öffentlichen Beschäftigungssektors (ÖBS), einer sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung als "Fahrtbegleiter" nachzugehen. Diese begleiten die Kunden von der Wohnungstür bis zu ihrem Fahrtziel innerhalb Berlins inklusive Flughafen Schönefeld und auch wieder zurück.
Das Angebot wendet sich an dauerhaft und zeitweise körperlich eingeschränkte Personen, ungeübte Nutzer des ÖPNV sowie Kunden mit Kinderwagen oder schwerem Gepäck. Die Kunden müssen allerdings grundsätzlich in der Lage sein, ihren gebuchten Weg auch zu bewältigen. Der Begleitservice ersetzt nicht den Berliner Sonderfahrdienst (ehemals Telebus) oder die Mobilitätsdienste in den Bezirken. Ziel des Projektes ist es, Hilfe zur Selbsthilfe zu leisten. sch
www.vbbonline.de/begleitservice
Arnd Hellinger schrieb am 10.10.2008, 18:04
Frau Moesch scheint das Angebot des VBB nicht verstanden zu haben - oder nicht verstehen zu wollen, damit sie wieder etwas zu kritisieren hat?
Tatsache ist doch gerade, dass der neue Service dazu dienen soll, die Notwendigkeit der Nutzung von Taxi oder sonderfahrdienst (Telebus) zu reduzieren. Genai das hat doch die Behindertenbewegung seit den 1970er Jahren immer wieder - zu Recht - von den Verkehrsunternehmen gefordert und weil eben "technische Barrierefreiheit" nicht immer zur Sicherstellung gleichberechtigter Mobilität ausreicht, hat man eben für BVG und S-Bahn Berlin GmbH den Assistenzservice eingeführt - der nebenbei auch noch ein paar sozialversicherte Arbeitsplätze schafft. Dass davon auch Senioren und andere potenzielle Kundengruppen des VBB mit Nutzungsschwierigkeiten profitieren, kann ich - wir wollen ja keinen SONDERservice - nicht wirklich füt falsch halten...
Also, Frau Moesch, wogegen genau richtet sich Ihre polemisch vorgetragene Kritik???
Dorothea Moesch schrieb am 10.10.2008, 15:23
Offensichtlich nix.
Hauptsache, das übliche "Sonder-Sonder" (SONDERfahrdienste mit SONDERbegleitern, die sicher stellen, dass möglichst wenige sogenannte Behinderte in der Öffentlichkeit in Erscheinung treten) bleibt erhalten.
Vielleicht was für Ältere und Öffi-Ungeübte - wobei wieder einmal erfahrbar wird, wie UNSINNIG die ständige Ineinsstellung von AltenUndBehinderten eigentlich ist.
Alt werden "wir" hoffentlich alle. Aber "behindert" - nö, "Behinderte" solln gefälligst weiter SONDERtelebus gekutschert werden.