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11.10.2008 - 14:43

Symposium zum 25. Jubiläum der Hannelore-Kohl-Stiftung.

Bonn (kobinet) Zu ihrem 25-jährigen Jubiläum veranstaltete die ZNS - Hannelore Kohl Stiftung heute im Wissenschaftszentrum Bonn ein mit renommierten nationalen und internationalen Experten besetztes Symposium über Neurotraumatologie. Prof. John Pickard, weltbekannter Neurochirurg aus Cambridge, sagte: "Deutschland verfügt heute über eine weltweit vorbildliche komplette Kette von der Akutversorgung zur Rehabilitation schädelhirnverletzter Menschen." Dies sei nicht zuletzt der Stiftung zu verdanken.

Das Symposium reflektierte ein breites Spektrum von der Grundlagenforschung über klinisch neurologische Forschung bis hin zu Aspekten der Lebensqualitätsverbesserung und der sozialen Wiedereingliederung von Patienten. Während motorische Störungen auf den ersten Blick erkennbar sind und vorrangig behandelt werden, stellen oft weniger augenfällige Störungen von Konzentration, Wahrnehmung und Gedächtnis und Persönlichkeitsstörungen für die Betroffenen oft schwerwiegendere Beeinträchtigungsmerkmale dar.

Aber, wie Prof. Elkhorn Goldberg, einer der weltführenden Neuropsychologen aus New York ausführt, sind auch diese komplexen kognitiven Störungen heute einer effektiven Behandlung zugänglich. Dadurch wird für die Betroffenen gesellschaftliche und berufliche Wiedereingliederung
möglich.

Prof. Klaus von Wild, Neurochirurg, Mitglied des Kuratoriums und Initiator einer von der Stiftung geförderten Studie zur Häufigkeit und Versorgung von Schädelhirnverletzung in Deutschland, stellte in seinem Vortrag die Ergebnisse dieser weltweit einzigartigen Studie vor. Laut dieser Studie erleiden in jedem Jahr 273.000 Menschen eine Schädelhirnverletzung. Demnach müssen, um den erreichten Standard in der Versorgung halten zu können, jährlich 2.700 Frührehabilitationsplätze und weitere 7.000 Plätze für weiterführende Neurorehabilitationen bereitgehalten werden. sch

Mehr auf der Webseite der Hannelore Kohl Stiftung
 

 
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