
Von kobinet-Korrespondent Keyvan Dahesch
Köln (kobinet) Der bundesweit tätige Elternverein Mittendrin und die nordrhein-westfälische Landesarbeitsgemeinschaft Gemeinsam leben - Gemeinsam lernen haben den Bundes- und Länderregierungen Ignoranz behinderter Kinder beim Bildungsgipfel vorgeworfen.
Offenbar sei die Bildung von Kindern und Jugendlichen mit Behinderung für bund und Länder kein Thema, erklärten beide Verbände am Montag in Köln. Die Situation in allen Bildungsbereichen von der KiTa bis zur Universität solle beim Bildungsgipfel erörtert werden. "Nur die Bildung für Kinder mit Behinderungen steht nicht auf der Tagesordnung", heißt es. Mehr als 430.000 Kinder würden bundesweit in Sonderschulen unterrichtet. "Wir sind es endgültig leid, dass unsere behinderten Kinder in sämtlichen Bildungsdiskussionen ignoriert werden", betonten die Verbände. Dabei spreche der 2. nationale Bildungsbericht der Bundesregierung selbst ein Urteil gegen die Sonderschulen. Danach blieben 77 Prozent der Sonderschüler ohne berufsqualifizierenden Abschluss
"Der Bericht stellt auch fest, dass Kinder, wenn sie erst auf einer Sonderschule sind, kaum eine Chance haben, in Regelschulen zurück zu wechseln." Deshalb fordern die Verbände den gemeinsamen Schulbesuch für Kinder mit und ohne Behinderungen von Kindesbeinen an. moh