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kobinet-nachrichten 21.10.2008 - 07:32
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Riesterfaktor auf Dauer abschaffen

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Berlin (kobinet) Die Präsidentin des Sozialverbandes VdK Deutschland, Ulrike Mascher, bewertet die Prognose des Schätzerkreises der Rentenversicherung, die Renten könnten 2009 um 2,75 Prozent steigen, als "längst überfälligen Hoffnungsschimmer für die 20 Millionen Rentnerinnen und Rentner".

Angesichts der Tatsache, dass die Renten seit 2003 insgesamt nur um 1,64 Prozent gestiegen seien, die Inflationsrate sich im selben Zeitraum jedoch auf rund 10 Prozent aufsummierte, bestehe "bei den Rentnern ein erheblicher Nachholbedarf", betonte Mascher. Hinzu kämen die Belastungen durch gestiegene Beiträge in der Pflegeversicherung und steigende Krankenkassenbeiträge durch den Gesundheitsfonds. Von der Absenkung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages von 3,3 auf 2,8 Prozent könnten die Rentner nicht profitieren, so Mascher.

Die VdK-Präsidentin begrüßte es deshalb, dass die Bundesregierung 2009 zum zweiten Mal hintereinander den die Rentenanpassung um 0,6 Prozent dämpfenden Riesterfaktor in der Rentenformel aussetzen wolle. Um die inflationsbedingten Kaufkraftverluste der Rentner in Zukunft in Grenzen zu halten, forderte der VdK jedoch eine generelle Abschaffung des Riesterfaktors und der anderen die Rentenanpassung kürzenden Rechengrößen, wie den Nachhaltigkeitsfaktor sowie den 2011 in Kraft tretenden Ausgleichsfaktor.

Die Rentner dürfen, so die VdK-Vorsitzende, nicht länger von der Lohn- und Gehaltsentwicklung abgekoppelt werden. Zwischen 2004 und 2006 gab es drei Renten-Nullrunden in Folge. 2007 betrug die Rentenerhöhung 0,54 Prozent, 2008 waren es 1,1 Prozent.

Ulrike Mascher forderte die Bundesregierung auf, von ihrer im Frühjahr bekannt gewordenen Absicht Abstand zu nehmen, die Rentenerhöhungen 2008 und 2009 in den Jahren 2012 und 2013 wieder einzukassieren. Dies würden die Rentnerinnen und Rentner "als üblen Taschenspielertrick" bewerten. Die Bundesregierung hatte im April angekündigt, den ursprünglich bis 2011 befristeten Riesterfaktor zur Kompensation der außerplanmäßigen Rentenerhöhungen 2008 und 2009 auch noch in den Jahren 2012 und 2013 anzuwenden. moh
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

P Oeffner schrieb am 22.10.2008, 21:38

Subventionieren Rentner Versicherungskonzerne?

Der Riesterfaktor wurde nach meinem Gedächtnis von der
Politik geschaffen, um das den Rentnern damit weggenommene
Geld dafür einzusetzen, dass die Riester-Rente attraktiver
gestaltet werden konnte. Und die ist bekanntlich geschaffen
worden, weil die Rente immer öfters nicht mehr ausreicht.
Und wer redete über Jahre hinweg die gesetzliche Rente
schlecht: Die Versicherungswirtschaft und etliche Politiker.
Ein Schuft, der Böses dabei denkt!

Einen Beleg für die Seriosität der so subventionierten
Versicherungskonzerne lieferte gestern die Sendung die
ARD-Sendung PLUS-MINUS. Dieser Beitrag kann im Internet
unter der Adresse www.tinyurl.com/6eaean betrachtet
werden.

MfG
P. Oeffner

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