Berlin (kobinet) Für eine Hilfe zur Verbesserungen der Lage behinderter Menschen in Peru setzt sich der Vorsitzende des «Allgemeinen Behindertenverbandes in Deutschland e.V.» (ABiD) ein. ABiD-Vorsitzender Dr. Stefan Heinik bat den deutschen Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD) und die Bundesministerin für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, Heidemarie Wieczorek-Zeul (SPD), um Unterstützung.
Während seines Deutschland-Besuchs Anfang September hatte sich der peruanische Kongressabgeordnete Javier Diez Canseco, der sich engagiert der Behindertenpolitik in seinem Land widmet, mit dem Vorstand des «Berliner Behindertenverbandes» (BBV) getroffen. Der selbst beinamputierte peruanische Abgeordnete traf sich dort auf eigenen Wunsch zu einem Gespräch mit dem BBV-Vorsitzenden Dr. Ilja Seifert. Gemeinsam schlagen daraufhin der BBV und ABiD dem Kanzler und der Ministerin vor, einen bisher nicht ausgeschöpften Teil des Entwicklungshilfe-Budgets der Bundesregierung in Höhe von rund 7 Millionen Euro für Maßnahmen der schulischen und beruflichen Ausbildung und für weitere Maßnahmen zur Erhöhung der Chancengerechtigkeit für Menschen mit Behinderungen in Peru umzuwidmen.
«Das wird eine weite Ausstrahlung auf die allgemeine Einstellung zu behinderten Menschen in Lateinamerika haben», schrieb ABiD-Vorsitzender Dr. Heinik dem Kanzler und der Ministerin Wieczorek-Zeul. «Wir sollten nicht immer nur an uns denken», sagte der BBV-Vorsitzende Dr. Seifert gegenüber kobinet-nachrichten. Er findet es bemerkenswert, «dass unsere Aktivitäten im Ausland aufmerksam registriert werden.» hjr