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kobinet-nachrichten 04.11.2008 - 07:41
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Medientipp: Was ist anders bei Nicole?

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Köln (kobinet) "Was ist anders bei Nicole? Begegnung mit einer Autistin", so lautet der Titel einer Sendung, die heute von 21.00 - 21.45 Uhr im WDR-Fernsehen in Quarks & Co ausgestrahlt wird.

"Nicole Schuster ist 23 Jahre jung, hochintelligent - und Autistin. Als Autistin mit dem Asperger-Syndrom hat sie Probleme sich in der Welt der 'Normalen' zurecht zu finden, das musste sie erst mühsam lernen. Wie viele Autisten hat sie Schwierigkeiten, Mimiken und Gesten richtig zu deuten, es fällt ihr schwer, sich und Gefühle anderer Menschen hinein zu versetzen und Smalltalk ist für sie extrem mühsam. Am liebsten lebt Nicole einen geregelten durchplanten Tag, an dem alle Ereignisse vorhersehbar sind", heißt es in der Ankündigung des Filmbeitrags von Wobbeke Klare, Jakob Kneser und Mike Schaefer. Ranga Yogeshwar begegnet Nicole Schuster und begibt sich mit ihr auf Spurensuche. Stellvertretend für viele Autisten gibt die junge Frau Einblicke in eine Welt, die uns normalerweise verschlossen bleibt. Sie spricht mit Ranga Yogeshwar über ihr Leben vor und nach der Diagnose, die erst im Alter von 20 Jahren gestellt wurde. Sie besucht mit Quarks & Co eine bekannte Autismusforscherin, die ihre Fähigkeit zur Empathie mit verschiedenen Methoden testet. Und Nicole lässt sich trainieren: im Smalltalk, heißt es weiter in der Ankündigung.

Außerdem besucht Quarks & Co Frederik, einen 14-jährigen Asperger-Autisten, und spricht mit der Mutter der sechsjährigen autistischen Julia. "Die Ausprägungen von Autismus können sehr unterschiedlich sein und reichen von extrem intelligenten Autisten wie Nicole bis zu Menschen mit geistiger Behinderung wie es oft beim so genannten 'Frühkindlichen Autismus' der Fall ist. Die Weltgesundheitsorganisation stuft Autismus als eine tief greifende Entwicklungsstörung ein, von der in Deutschland nach neuesten Schätzungen mehr als 500.000 Menschen betroffen sind, Jungen drei- bis viermal häufiger als Mädchen. Viele Menschen wissen möglicherweise gar nicht, dass sie Autismus haben, auch Nicole hatte erst im Alter von 20 Jahren endlich Klarheit. Die Ursachen der Störung sind bis heute nicht geklärt, fest steht nur, dass das Gehirn von Autisten anders arbeitet. Quarks & Co geht einer Theorie nach, bei der so genannte Spiegelneurone eine wichtige Rolle spielen", so die Ankündigung. omp
 

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