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kobinet-nachrichten
11.11.2008 - 10:58
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org
Berlin (kobinet) Das Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft (IMEW) lädt zu seinem nächsten Friedrichshainer Kolloquium ein. Thema wird sein: "Disability Mainstreaming".
Das Kolloquium wird am Dienstag, den 2. Dezember 2008 in der Zeit von 16:00 - 19:00 stattfinden. Tagungsort ist das IMEW in Berlin.
Die Vorträge werden gehalten von Dr. Michael Spörke: "Behindertenpolitik im aktivierenden Staat" und Dr. Katrin Grüber: "Disability Mainstreaming in der Forschung".
"Disability Mainstreaming" ist ein politisches Konzept, mit dem - ähnlich wie beim "Gender Mainstreaming" in Bezug auf Frauen - die Perspektive von Menschen mit Behinderungen in allen relevanten gesellschaftlichen Feldern konsequent berücksichtigt werden soll. Dieses Konzept soll im Kolloquium zum einen am Beispiel der Sozial- und Behindertenpolitik und zum anderen am Beispiel von Wissenschaft und Forschung diskutiert werden, so die Veranstalter.
Michael Spörke werde sich in seinem Vortrag auf das Konzept des aktivierenden Staates beziehen, nachdem Bedingungen geschaffen werden sollen, in denen Menschen ihre Aktivitätspotenziale entfalten können. Die Koalition zwischen SPD und Bündnis 90/DIE GRÜNEN wandte als erste Regierung dieses Konzept im Bereich der Behindertenpolitik an und stellte so die Interaktion der Behindertenverbände mit dem Staat auf eine neue Grundlage. Das werde Michael Spörke am Beispiel der Gesetzgebungsverfahren zum Neunten Sozialgesetzbuch - Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen (SGB IX) und zur Gleichstellung behinderter Menschen (BGG) aufzeigen und zur Diskussion stellen, so Sigrid Graumann, wissenschaftliche Mitarbeiterin des IMEW.
Katrin Grüber stelle in ihrem Vortrag das Konzept des Disability Mainstreaming und die bisherige Praxis der Gesundheitsforschung gegenüber. Sie gehe damit der Frage nach, wie Menschen mit Behinderung an Entscheidungsprozessen über das Forschungsdesign und Forschungsfragen beteiligt werden können. Katrin Grüber stellt außerdem die Ergebnisse des EU-Projektes STACS vor, an dem das IMEW mitwirkt. Ein Ziel dieses Projektes ist es, Wege zu einer besseren Beteiligung von Organisationen der Zivilgesellschaft an Entscheidungen über die Verteilung von Forschungsgeldern zu finden. Katrin Grüber zeige in diesem Zusammenhang auf, was dies für den Bereich Gesundheitsforschung bedeutet, sagte Sigrid Graumann weiter.
Die Veranstaltung findet im Institut Mensch, Ethik und Wissenschaft statt, Warschauer Str. 58 a, 2. Hof, 4. Stock, Berlin-Friedrichshain (S-/U-Bahn Warschauer Straße). Der Veranstaltungsort ist nach Angaben der Veranstalter barrierefrei zugänglich. Der Aufzug befindet sich im Durchgang zum 3. Hof.
Es wird darum gebeten, sich vorab bei Frau Entezami anzumelden. Entweder per e-mail: entezami@imew.de oder telefonisch: 030/29381770. ag
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