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kobinet-nachrichten
16.11.2008 - 11:38
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Reutlingen (kobinet) Sich in die Situation behinderter Menschen hineindenken und in der Öffentlichkeit Bewusstsein für behinderte Menschen schaffen, dass sind einige Ziele, die der baden-württembergische Staatssekretär Hillebrand verfolgt und beim Treffen der Landes- und Bundesbehindertenbeauftragten in Reutlingen verkündete.
"Mein Ziel ist es, in der Öffentlichkeit ein Bewusstsein gegenüber all den Menschen zu schaffen, die wegen einer Behinderung im Alltag vor Problemen stehen, die ein Mensch ohne Handicap meist nicht einmal wahrnimmt", sagte der Beauftragte der Landesregierung für die Belange behinderter Menschen und Staatssekretär im baden-württembergischen Ministerium für Arbeit und Soziales, Dieter Hillebrand in Reutlingen. Dieses Anliegen verfolgen auch die Behindertenbeauftragten aus dem gesamten Bundesgebiet, die seiner Einladung nach Reutlingen gefolgt waren.
Wichtig ist dem Landes-Behindertenbeauftragten hinzuschauen. Sich hineinzudenken in die Situation von Menschen mit Behinderungen, um aus der spezifischen Perspektive eines Menschen mit Behinderungen die Welt zu betrachten und zu ergründen, welche Erfordernisse sich hieraus ergeben könnten. Daher hatte Hillebrand zum Besuch der Firma PARAVAN geladen. Hier informierten sich die Behindertenbeauftragten und die Vertreter der Bundearbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) über die Möglichkeiten, wie ein Fahrzeug individuell auf die Bedürfnisse des Besitzers umgebaut werden kann. Hillebrand dankte dem Geschäftsführer der PARAVAN GmbH Roland Arnold für seine herausragenden Leistungen auf dem Gebiet der Behindertenmobilität. "Sie verhelfen vielen Menschen mit Behinderung zur Freiheit. An diesem Beispiel wird deutlich, wie modernste Technik für die Teilhabe behinderter Menschen genutzt werden kann", so der Staatssekretär. Ihm sei wichtig, zu erkennen, dass behinderte Menschen spezifische Lebenserfahrungen und Fähigkeiten haben. "Hier können wir viel lernen."
Neues gab es auch beim Austausch mit dem Ersten Direktor der Deutschen Rentenversicherung, Hubert Seiter, über die Gemeinsamen Servicestellen. Die Gemeinsamen Servicestellen beraten trägerübergreifend und wirken koordinierend bei allen Fragen der Rehabilitation und Teilhabe behinderter Menschen. Hillebrand zog das Fazit: "Wir sind mit unseren gemeinsamen Servicestellen anerkannt gut aufgestellt." moh
Martin Beitinger schrieb am 17.11.2008, 12:09
Daß sich der Behindertenbeauftragte des Landes Baden Württemberg in die Lage von Menschen mit Behinderung hineinversetzen möchte liest man gerne.Das wäre aber überhaupt nicht notwendig,wenn dieses Amt nicht von einem Vetreter der Landesregierung sondern von einem oder von einer Betroffenen selbst wahrgenommen würde.
Statt der Ernennung durch den Regierungschef wäre die Wahl durch die LIGA und Vetreter der Selbsthilfegruppen sicher sinnvoll.Die Landesregierung bzw. die Parteien haben jetzt durch die Änderung bzw. Novellierung des LandesbehindertengleichstellungsGesetzes die Möglichkeit die Voraussetzungen dafür zu schaffen.
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