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kobinet-nachrichten 18.11.2008 - 17:52
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Handlungsbedarf nach Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention

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Berlin (kobinet) Die Mitgliederversammlung des Bundesverbandes evangelische Behindertenhilfe (BeB) hat heute in Berlin erheblichen Handlungsbedarf nach der Ratifizierung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen festgestellt. In einer Pressemitteilung unter dem Titel "Es gibt viel zu tun - packen wir's an!" heißt es: "Durch die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung kommen vor allem auf die deutsche Rechtsordnung große Herausforderungen zu." Insbesondere in den Bereichen der Bildung, der Familienplanung oder der Arbeit und Beschäftigung sei erheblicher Handlungsbedarf, "auch wenn die Denkschrift zur Konvention gerne anderes suggerieren will".

Von den anwesenden rund 200 Delegierten wurde bei der zweitägigen Mitgliederversammlung zunächst im Rahmen der neuen Verbandsstruktur eine legitimierte Angehörigenvertretung im BeB beschlossen, was zusammen mit dem bereits gegründeten Beirat von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung den Verband seinem erklärten Ziel, der stärkeren Einbindung von Menschen mit Behinderung oder psychischer Erkrankung und deren Angehörigen in die Arbeit des Verbandes, näher bringen soll. Darüber hinaus wurden Arbeitsergebnisse der bisherigen Verbandstätigkeit wie beispielsweise Handreichungen zur "Konversion von Komplexeinrichtungen" oder zu "Inklusion in Regelschulen" in verschiedenen Workshops erläutert und besprochen.

Thematisch widmete sich die diesjährige BeB-Mitgliederversammlung einem Meilenstein der internationalen Behindertenpolitik: der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die noch in diesem Jahr in Deutschland ratifiziert wird. Es gibt auf allen Ebenen Handlungsbedarf und keinen Grund, sich auf dem Erreichten auszuruhen, so das Fazit der Diskussion. BeB-Vorsitzender Michael Conty stellte klar: "Um der UN-Konvention in der Realität, im gelebten gesellschaftlichen Alltag näher zu kommen, kommt viel Arbeit auf der politischen Ebene, in der eigenen Einrichtung und vielleicht auch im persönlichen Umfeld auf uns zu." sch

 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Uwe Heineker schrieb am 19.11.2008, 00:31

Nix mit frohlocken ob der Resolution ...

... wer nun glaubt, mit der Ratifizierung ändern sich in Deutschland die Situation von Menschen mit Behinderungen schlagartig, der irrt sich gewaltig !!!

Hier wird allenfalls ein Prozess in Gang gegesetzt, der noch Generationen überdauern wird - so realistisch sollten wir sein - aber die Behindertenbewegung wird ihren Beitrag hierzu ansteuern - steter Tropfen höhlt den Stein!

Ich wünsche es wäre anders - aber die gesellschaftlichen und politischen Realitäten sind (leider noch) andere, gerade ob aller Bedeuerungen um den so viel gepriesenen Sichtweisenwechsel in der Behindertenpolitik oder "gesellschaftliche Teilhabe".

Fazit:

Wir müssen für unsere Belange weiterhin streiten und kämpfen - leider Fakt: denn die Mauern in den Köpfen sitzen noch zu tief.

Es werden beispielsweise weiterhin Heime errichtet statt dem Ausbau ambulanter Hilfs- und Versorgungsstrukten, die selbstbestimmtes Leben von Menschen mit Behinderung erst ermöglichen!

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