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20.11.2008 - 00:01

Lebenshilfe feiert 50. Geburtstag.

Marburg/Lahn (kobinet) Die Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung wurde am 23. November 1958 im hessischen Marburg gegründet. Genau 50 Jahre danach feiert die Bundesvereinigung Lebenshilfe diesen Tag mit 700 geladenen Gästen aus ganz Deutschland in der Marburger Stadthalle. Die Festrede hält Bundesgesundheitsministerin Ulla Schmidt.

"In den 1950er Jahren gab es in Deutschland so gut wie keine Hilfen für geistig behinderte Kinder. Die Familien scheuten die Öffentlichkeit. Sie hatten noch die grausamen Tötungsanstalten der Nationalsozialisten vor Augen. Kaum ein geistig behinderter Mensch war der so genannten 'Euthanasie', der Vernichtung angeblich unwerten Lebens, entkommen. Im Jahr 2008 ist die Bundesvereinigung Lebenshilfe für Menschen mit geistiger Behinderung zu einer starken Gemeinschaft herangewachsen mit deutschlandweit 135.000 Mitgliedern und einem engen Netz aus 527 örtlichen Vereinigungen. In 3.200 Einrichtungen und Diensten der Lebenshilfe fördern und begleiten 60.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter 170.000 behinderte Kinder, Jugendliche und Erwachsene", heißt es in der Presseinformation der Bundesvereinigung Lebenshilfe.

Im 50. Jahr ihres Bestehens wagt die Lebenshilfe auch einen Blick in die Zukunft: Wie können Menschen mit geistiger Behinderung im Jahr 2020 in unserer Gesellschaft leben? Ein Visionspapier des Bundesvorstands, das für Menschen mit geistiger Behinderung auch in leichter Sprache vorliegt, gibt darauf Antworten. Im Kern geht es um eine gleichberechtigte Teilhabe behinderter Menschen in allen Lebensbereichen - ob in der Schule, am Arbeitsplatz oder im Sportverein. Die Lebenshilfe spricht hier von Inklusion und meint damit eine Gesellschaft, in der von Anfang an niemand ausgegrenzt wird. Um dieses Ziel zu erreichen, ist ein neues internationales Übereinkommen, die Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, von großer Bedeutung. Die Lebenshilfe fordert den Deutschen Bundestag auf, die UN-Konvention so rasch wie möglich zu ratifizieren. moh
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Luis Zubizarreta schrieb am 21.11.2008, 11:18

Die OBEREN der LEBENSHILFE

Bravo und danke ,Uwe Heineker!
Es ist schlimm ,dass die LEBENSHILFE (D) von Inklussion redet und Mitmenschen gegen ihren Willen GEISTIG behindert bezeichnet!
Im Kongress der LEBENSHILFE 2003 in Dortmund ,hat die grosse Mehrheit der Arbeitsgruppe beschlossen diesen "diskriminiereden" Namen abzuschaffen.Von Oberen der LEBENSHILFE ist nichts bis heute geschehen!
Es werden am 23.11.grosse selbstlobende Reden gehalten!
Man kann aber nicht MITMENSCHEN ernst nehmen und glechzeitig ihnen das RECHT auf angemessen Namen bewusst und gegen deren
Willen verweigern.

Luis Zubizarreta Schulleiter i.R.

Uwe Heineker schrieb am 20.11.2008, 09:50

Namensänderung ...

... nach österreichischem Vorbild zügig vollziehen - wenn schon im 50. Jahr des Bestehens der Lebenshilfe auch ein Blick in die Zukunft gewagt wird ... !

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