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kobinet-nachrichten
28.11.2008 - 00:30
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Trier (kobinet) Der erste Trierer Pflegestammtisch mit der rheinland-pfälzischen Sozialministerin Malu Dreyer findet am 1. Dezember um 19.00 Uhr im Warsberger Hof, Dietrichstraße 42, in Trier statt. Veranstalter ist das Haus der Gesundheit Trier/Trier-Saarburg, es moderiert der Vorsitzende Professor Dr. Bernd Krönig.
Auf Initiative und unter der Schirmherrschaft der rheinland-pfälzischen Sozialministerin Malu Dreyer wird es künftig Pflegestammtische in Rheinland-Pfalz geben. Das neue Gesprächsforum soll pflegenden Angehörigen, Beschäftigten in Pflegeeinrichtungen und Diensten, Einrichtungsträgern, Vertreterinnen und Vertretern von Selbsthilfegruppen, der Pflege- und Krankenkassen, des Medizinischen Dienstes der Krankenversicherung, der Heimaufsicht, aber auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern zum Austausch offenstehen. moh
Birgit Michels schrieb am 30.11.2008, 18:01
... wollen Sie und ich, eine seit vielen Jahren im Pflegedienst Tätige.
Wie ist dieses Ziel formell, praktisch und auch bezahlbar erreichbar?
Am besten beantworten können die Frage betroffene alte, kranke und pflegebedürftige Menschen, die auf fremde Hilfe angewiesen sind.
Fragt man diese Klienten, wird man hören, dass sie zum Beispiel mehr als verunsichert sind, wenn sie durch ständig wechselndes Personal betreut werden. Sie können dadurch nie eine Vertrauensbasis aufbauen. Diesen Menschen kann man keine Sicherheit vermitteln, weil sie aufgrund ihres meist fortgeschrittenen Alters und damit oft einhergehender Demenz
Veränderungen nur sehr schwer verkraften.
Erst recht nicht verstehen können sie, wenn man ihnen aus purer Paragraphenreiterei und auch aus Gewinnsucht ihre vertrauten Pflegerinnen entzieht, und ihnen stattdessen Personal schickt, welches zwar vielleicht eine bessere Ausbildung, bzw. Qualifikation vorweisen kann, aber denen es an Erfahrung und unverzichtbarem Einfühlungsvermögen fehlt.
Hier möchte ich Ihnen an Fallbeispielen erklären, wie es momentan in der Praxis ausschaut.
Mein Aufgabengebiet ist in der mobilen, häuslichen Pflege, kann also nur von meinen Erfahrungen und denen meiner Kolleginnen und Kollegen berichten.
Seit Jahren fahre ich zu Herrn M. zur Grundpflege. Seit kurzem braucht er zwei Medikament, die ihm nun bereitgestellt werden und Kompressionsstrümpfe. Die Grundpflege darf ich noch vornehmen, aber für diese SGB-V muss eine weitere Pflegekraft zu ihm.
Gleichgelagerte Fälle gibt es mehrere. U.a. bei Herrn H, er braucht außer der GP Insulin, auch er muss von 2 Pflegekräften betreut werden.
Dadurch wächst die Unzufriedenheit der Patienten, da das erforderliche „Zeitfenster“ aus organisatorischen Gründen nicht machbar ist.
Seit 15 Jahren arbeite ich in diesem Beruf, habe zahlreiche Fortbildungen gemacht.
Bin mit allen anfallenden Pflege - und SGB- V- Maßnahmen vertraut. Da ich jedoch meine Prüfung zur staatl. anerkannten APH bereits 2001 absolviert habe, wird dieses alles nicht anerkannt, da 2004 eine neue Fachschulverordnung eingeführt wurde. Eine Nachqualifikation wird mir seitens der AOK verweigert.
Natürlich NUR ZUM WOHLE der Pflegebedürftigen !
Mit freundlichen Grüßen
Birgit Michels
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