
Berlin (kobinet) Der Sozialverband VdK fordert einen nationalen Aktionsplan, durch den die Rechte von Menschen mit Behinderungen umgesetzt werden.
Die Präsidentin des Sozialverbands VdK Deutschland, Ulrike Mascher, hat die bevorstehende Ratifizierung der Konvention der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen begrüßt. "Dies ist ein Meilenstein zur gleichberechtigten Teilhabe und Teilnahme von behinderten Menschen in der Gesellschaft in Deutschland und darüber hinaus. Den Worten müssen aber auch Taten folgen", forderte die VdK-Präsidentin.
"Menschen mit Behinderungen werden in Deutschland immer noch in vielen Lebensbereichen benachteiligt und diskriminiert. Barrieren behindern die Mobilität und die Kommunikation. Eltern behinderter Kinder dürfen die Schule für ihren Nachwuchs nicht frei wählen", so Mascher. Daher fordert sie die Bundesregierung auf, gemeinsam mit den Behindertenverbänden einen nationalen Aktionsplan zu erarbeiten, um hier Verbesserungen zu schaffen. "Kinder mit Behinderungen dürfen nicht mehr ausgegrenzt werden, sondern sollen gemeinsam mit nichtbehinderten Kindern unterrichtet werden, wie es beispielsweise in Skandinavien schon lange üblich ist. Der Nachholbedarf ist groß, denn in Deutschland werden bisher nur 16 Prozent aller Kinder gemeinsam unterrichtet. Auch bei der Barrierefreiheit, von der alle Generationen profitieren, ist noch viel zu tun." moh