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kobinet-nachrichten 19.12.2008 - 10:03
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Chemnitzer will sich in der Entwicklungshilfe engagieren

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Chemnitz (kobinet) Stephan Klose nimmt zu Beginn des kommenden Jahres eine Ausbildung im Internationalen Institut für Sozialunternehmer (IISE) in Kerala/Indien auf. Karsten Hohler, Geschäftsführer des SFZ Förderzentrum, findet es toll, dass sich ein Chemnitzer Absolvent in der Entwicklungshilfe engagieren will.

Als der am Berufsbildungswerk für Blinde und Sehbehinderte geschulte Fachinformatiker das erste Mal von der Arbeit Sabriye Tenberkens und Paul Kronenbergs hörte, war er stark beeindruckt von ihrem Engagement. Im Herbst 2007 erlebte er sie dann in Chemnitz bei einem Vortrag. Ihre mitreißende, optimistische Art und ihr zupackendes Wesen haben dann endgültig bewirkt, dass der junge Mann sich in der Entwicklungshilfe engagieren wollte.

Deshalb nahm er im Anschluss an die Veranstaltung Kontakt zu Sabriye Tenberken und Paul Kronenberg auf. Das von ihnen an dem Abend vorgestellte Projekt in Kerala interessierte ihn brennend. "Braille Ohne Grenzen", die von den beiden gegründete Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch den Aufbau des Instituts in Kerala dazu beizutragen, weltweit blinden und sehbehinderten Menschen Zugang zu Schule und Beruf zu ermöglichen. Das Zentrum in Kerala konzentriert sich dabei auf die Ausbildung von blinden und sehgeschädigten Menschen, die sich danach weltweit sozial engagieren können.

Für diese Ausbildung wird Stephan Klose finanziell von der SFZ Förderzentrum gGmbH unterstützt. Am 7. Januar wird er seine Reise nach Kerala antreten. Inhalte der einjährigen Ausbildung sind Management, Projektplanung, Englisch, Computertraining und verschiedene Workshops zu Themen wie Erste Hilfe, Bühnenarbeit oder auch überlebenstechnische Fertigkeiten sein. Dabei rechnet Stephan Klose als ausgebildeter Fachinformatiker fest damit, selbst etwas zur Ausbildung am Computer beitragen zu können. Die Ausbildung ist so angelegt, dass einerseits Referenten vorwiegend aus Indien gewonnen werden, andererseits die Teilnehmer aus ihrem beruflichen Hintergrund etwas dazu beitragen. Auch ein Praktikum in einem indischen Entwicklungshilfeprojekt ist geplant.

Vor diesem Abenteuer in einem fremden Kontinent sagte Stephan Klose: "Ich will von der guten Ausbildung, die ich Deutschland genossen habe etwas weiter geben. Es ist nicht in allen Ländern dieser Erde selbstverständlich, dass sehgeschädigte Menschen eine Ausbildung erhalten. Dort möchte ich etwas tun, dass sich die Chancen für die Betroffenen verbessern." sch

 

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