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20.12.2008 - 08:57

Den Worten müssen jetzt Taten folgen.

Marburg/Lahn (kobinet) Nach der abgeschlossenen Ratifikation der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen fordert die Lebenshilfe eine zügige Umsetzung in deutsches Recht.

"Mit der gestern verkündeten Zustimmung des Bundesrates findet das Verfahren zur Ratifikation des Übereinkommens der Vereinten Nationen über die Rechte von Menschen mit Behinderungen seinen Abschluss. Die Bundesrepublik Deutschland geht damit die Verpflichtung ein, den Inhalt der Konvention in nationales deutsches Recht zu übertragen", heißt es in einer Presseerklärung der Bundesvereinigung Lebenshilfe. Die Bedeutung dieser Entscheidung für Millionen behinderter Menschen in Deutschland könne gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Das Übereinkommen sei das weltweit wichtigste und modernste Gesetzeswerk, das jemals beraten wurde und von einer breiten Mehrheit der Vertragsstaaten der Vereinten Nationen mitgetragen wird, so Robert Antretter, Bundesvorsitzender der Lebenshilfe. Es gewährt behinderten Menschen volle und gleichberechtigte Bürgerrechte. Es schützt sie vor jeder Form der Diskriminierung. Es verpflichtet alle Vertragsstaaten, im Rahmen ihrer Möglichkeiten beim Ausbau der Infrastruktur nicht nur im Verkehr und beim Bau öffentlicher Gebäude, sondern in allen Lebensbereichen für Barrierefreiheit zu sorgen. Es fordert, allen behinderten Menschen - auch Menschen mit geistiger Behinderung oder psychischer Erkrankung - die Möglichkeit zu geben, mitten in der Gesellschaft zu leben und frei zu entscheiden, wo und mit wem sie leben wollen. Es erteilt jeder Form von Entmündigung oder Bevormundung eine Absage und ruft dazu auf, Menschen, die bei der Erledigung von Rechtsgeschäften oder bei der Gesundheitsvorsorge Hilfe benötigen, zu unterstützen und entsprechende Hilfen und Dienste flächendeckend zu organisieren. moh
 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Luis Zubizarreta schrieb am 20.12.2008, 16:57

SELBST damit anfangen

Genau richtig,Herr Antretter...aber selbst damit anfangen und die Meinung der Menschen mit Behinderung ernst nehmen und nicht mehr sie als GEISTIGBEHINDERT diskriminieren.Ihr Apell ist nicht ganz glaubwürdig!

Luis Zubizarreta,Schulleiter i.R.

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