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31.12.2008 - 14:33

Barrierefreie Schulgebäude schaffen.

Berlin (kobinet) Bei der Schulsanierung, die die Bundesregierung im Rahmen des zweiten Konjunkturprogramms plant, muss nach Ansicht des Sozialverbands Deutschland die Verwirklichung von Barrierefreiheit eine zentrale Rolle spielen. "Wir fordern die Bundesregierung auf, die Barrierefreiheit von Schulgebäuden zum Förderkriterium für die Geldvergabe zu machen", erklärte heute Verbandspräsident Adolf Bauer.

Barrierefreie Schulgebäude seien eine entscheidende Voraussetzung für das inklusive Lernen, also den gemeinsamen Schulunterricht von behinderten und nicht behinderten Kindern, betonte Bauer. Hier müsse Deutschland noch erhebliche Anstrengungen unternehmen. Das von der Bundesregierung angekündigte zweite Konjunkturprogramm könne und müsse hier ansetzen.

"Die Verwirklichung der umfassenden Barrierefreiheit von Schulen muss ein erster Schritt zur Umsetzung der UN-Konvention für die Rechte behinderter Menschen sein, die am 1. Januar 2009 in Deutschland in Kraft tritt. Die Umsetzung der UN-Konvention muss zügig angegangen werden. Denn auch für Deutschland ergeben sich aus der Konvention zahlreiche Handlungsaufträge. Dies gilt vor allem für die Verwirklichung von Barrierefreiheit und der inklusiven Bildung", hob Bauer hervor.

Das deutsche Schulsystem schließt behinderte Kinder in hohem Maß vom Besuch von Regelschulen aus. Mehr als 80 % der behinderten Schüler besuchen eine Sonderschule. "Damit ist Deutschland trauriges Schlusslicht im europäischen Vergleich", so der SoVD-Präsident. Der Verband fordert die Bundesregierung und die Bundesländer auf, entschiedene Schritte zu unternehmen, um die inklusive Bildung in Deutschland voranzubringen. Der gemeinsame Schulunterricht für behinderte und nicht behinderte Kinder dürfe nicht länger die Ausnahme sein, er müsse zur Regel werden. Die qualitativ hohe sonderpädagogische Förderung müsse in die Regelschulen integriert werden. sch

 

 
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