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kobinet-nachrichten 08.01.2009 - 00:02
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http://www.kobinet-nachrichten.org

Top-Thema Barrierefreiheit

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Düsseldorf (kobinet) Nordrhein-Westfalens Behindertenbeauftragte Angelika Gemkow will 2009 mehr Taten beim Abbau von Barrieren sehen. Barrierefreiheit bleibt ihr TOP-Thema, für das sie die landesweite Tour "Nordrhein-Westfalen ohne Barrieren" unternehmen wird: "Ich will anhand guter Beispiele öffentlichkeitswirksam zeigen, wie man bauliche Hürden vermeiden und mehr Komfort für alle schaffen kann."

Barrierefreiheit sei ein Gewinn für alle, so Gemkow: "Deshalb müssen Wohnungen, Bahnhöfe, Verkehrsmittel, Arztpraxen, öffentliche Gebäude, Sportstätten und soziale Einrichtungen stärker unter anderem an die Bedarfe älterer und behinderter Menschen sowie unserer Familien angepasst werden. Das gilt gerade dort, wo Steuermittel aus Konjunkturprogrammen fließen. Bauwirtschaft und Zulieferer können profitieren und Arbeitsplätze schaffen, wenn Mittel aus den Konjunkturprogrammen des Bundes dafür eingesetzt werden, um unsere Umwelt und unsere Wohnungen stolperfrei zu machen."

Auf ihrer Neujahrs-Pressekonferenz in der Düsseldorfer Staatskanzlei forderte die Landesbeauftragte, die Mittel aus den Konjunkturprogrammen des Bundes sowie Fördermittel des Landes (z.B. aus dem Hochschulmodernisierungsprogramm) auch für den Abbau von baulichen Barrieren einzusetzen. Förderprogramme zur Energieeinsparung und zur Wohnraummodernisierung müssten zukünftig noch besser verzahnt werden. Bauherren, die Energiesparmaßnahmen planen, seien zu motivieren, gleichzeitig auch Maßnahmen zur Herstellung von Barrierefreiheit in Angriff zu nehmen. Steuermittel müssten grundsätzlich immer so eingesetzt werden, dass sie Menschen mit und ohne Behinderung gleichermaßen zu Gute kommen können. Öffentliche Förderungen sollten mit der Pflicht verbunden werden, Barrieren abzubauen. sch

 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Cordula Müller schrieb am 08.01.2009, 11:39

Barrieren

Ja, die baulichen Umbauten gehören natürlich zur UN Konvention und deren Umsetzung dazu.
Wenn wir unsere einzige Schule, die GU anbietet näher betrachten, kann man feststellen, daß es selbst hier keine Möglichkeit gibt, als Rollstuhlfahrer in das Gebäude zu gelangen, geschweige denn eine Toilette zu benutzen...für eine Schule, die seit über 10 Jahren GU anbietet -traurig. Unsere Gymnasium erhielt einen Neubau, der nicht barrierefrei ist ,was die Oberstufe angeht.
Die Hauptdurchgaangsstrasse.gerade NEU gestaltet, bietet Zwillingswagen und Rollstuhlbenutzern eine NEUE Barriere.
Mal sehen, ob die Stadt Barrierefreiheit auch zum Top Thema machen wird. Wenn die baulichen Maßnahmen dann erfolgreich ausgeführt sind, müssten parralel dazu die inneren Umgestaltungen stattfinden, inklusive Kitas, Schulen , Berufskollegs etc. Es kommt sonst schnell wieder der Hilfeschrei nach Wer soll das bezahlen? Ganz einfach das Geld nehmen, daß für die falsche Strassenplanung genommen wurde bei dem jenigen, der das zu verantworten hatte...Übrigens kommt man selbst im Haupteingang als Normalstarker durch unsere Rathaustüre nur, wenn man morgens Krafttraining betreibt und Müsli ist, was schon einigen Politikern!!!!! selbst aufgestossen ist.
Also ich mache gerne eine Stadtführung zu den Stellen, die nicht barrierefrei sind sowohl räumlich als vor Allem inklusiv betrachtet. Aber ob die Zeit reicht? Wo soll ich anfangen?

Elterninitiative Bornheim Gemeinsamer Unterricht

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