Kopf-Werbung und Navigation überspringen
Kopf-Werbung überspringen

Werbung
Werbebanner zu Kampagne Teilhabesicherungsgesetz
Werbebanner zu Hier könnte Ihr Werbebanner sein
Werbebanner zu bifos Online Akademie
Werbebanner zu Sommercamp 2012 selbstbestimmtes Leben
Link zur Startseite Link zur Inhaltsübersicht Link zu Informationen Link zur Kontaktseite
Druckversion
19.01.2009 - 10:05

Pascal Duquenne wirbt für Mobilfunker.

Von Françoise Letroite

Paris (kobinet) Ein niederländischer Mobilfunkbetreiber ist in Frankreich mit einem Werbespot im Fernsehen gestartet, den der belgische Schauspieler Pascal Duquenne bestreitet. Das hat nun die Gemüter hier erregt, weil sich manche Landsleute durch den Werbeauftritt eines Mannes mit Down-Syndrom provoziert fühlten.

"Wie ihr seht, bin ich ein wenig anders", so Duquenne im TV-Spot, "aber ich bin auch so wie ihr: Ich telefoniere gern." Behinderung dürfe nicht für Werbezwecke missbraucht werden, hieß es. Angezweifelt wurde gar, ob der 38-Jährige überhaupt verstehe, wofür er Reklame mache.

Die Behindertenverbände und viele Franzosen sind der Meinung, dass der inzwischen auch von YouTube übernommene Spot mit dem Schauspieler, der in Cannes den Darstellerpreis für seine Rolle im Film "Am achten Tag" bekam, ganz normal sei.

Die Zeitung "Libération" zitierte seine Mutter Huguette Vandeputte, die froh ist, dass Pascal für den Werbespot engagiert wurde. Sie hat die nach dem Film benannte Trisomie-21-Elterninitiative "Le huitième jour" ins Leben gerufen. Der Werbespot beweise, "dass sich die Gesellschaft ein klein wenig verändert hat und Menschen mit Behinderungen wohl etwas umfassender wahrgenommen werden". sch

Zum Video auf YouTube
 

 
Empfehlen Sie diese Seite Ihren Freunden bei Facebook
Leserbrief schreiben
Artikel versenden

Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Max Mütze schrieb am 20.01.2009, 22:49

Positives Echo

Der TV-Spot wird weiter gesendet und findet ein weitgehend positives Echo. Das zeigt auch, wie die Behindertenbewegung vorangekommen ist, damit die Arbeit eines behinderten Schauspielers als Normalität wahrgenommen wird.

Wasilios Katsioulis schrieb am 20.01.2009, 21:37

wozu die Aufregung?:)

das es Menschen gibt, die sich über den Werbespot aufregen demonstriert anschaulich dass ein gleichberechtigtes Nebeneinander leider NOCH nicht erreicht worden ist.

Aber das kommt noch....

Schöne Grüsse aus Brüssel

Petra Nöhre schrieb am 20.01.2009, 12:00

Da ist ein Schauspieler

der genau wie andere Schauspieler sein Geld mit Werbung verdienst, was ist daran so schlimm??? Er geht seinen Beruf nach wieder jeder andere Mensch auch der einen hat sonst nichts.
Wenn man in Frage stellt ob er versteht was er da sagt, dann dürfte auch keine Babys und Kleinkinder mehr in einen Werbespot auftreten, die plappern ja nur nach was ihnen vorgegeben wird und verstehen es meist auch nicht.
Schlimmer finde ich es einen Menschen mit Downsyndrom gleich zu unterstellen er ist dumm

Gruß Petra Nöhre

Uwe Heineker schrieb am 20.01.2009, 03:04

Bravo ...

... gut und treffend auf den Punkt gebracht, Frau Marßdorf - dem ist nichts mehr hinzuzufügen.

Etwas hierzu und passend zum Thema in eigener Sache:

Bin DJ und Moderator bei

www.radio-stiepel.de unter dem Nicknamen "TauchuweMH" -

gerade und trotz erheblicher Sprachbeeinträchtigung und werde dort von meinen DJ-Kollegen und Hörern voll akzeptiert.

Hört einfach mal rein - meine Sendezeiten (zwischen 18 und 24 Uhr) sind auf besagtem Portal zu entnehmen ...

Anke Marßdorf schrieb am 19.01.2009, 22:52

Gleichberechtigung leben

Hier macht ein Schauspieler seine Arbeit. Ein Mensch. Punkt.
Bitte nicht den Menschen auf seine Behinderung reduzieren! Jeder Mensch ist eine Persönlichkeit!
Behinderung darf nicht für Werbezwecke mißbraucht werden? Darf Nichtbehinderung für Werbezwecke mißbraucht werden? Dann dürfte es keinerlei Werbung geben.
Menschen sind verschieden, ohne Behinderung und mit. Ein Mensch mit Behinderung lebt schwerer,aber er ist dadurch nicht weniger wertvoll und er hat nach dem Grundgesetz die gleichen Rechte, wie ein nicht behinderter Mensch. Aber in der Praxis ist es nicht so und das muß und wird sich ändern!

Cordula Müller schrieb am 19.01.2009, 16:40

Normal?!?!

Bei dem Spot sollte es keine Aufregung geben, sondern Freude. Es braucht doch die Präsenz aller Menschen in den Medien, damit Andersartigkeit endlich als Normalität gelten kann. Das ist doch genau das, wofür wir kämpfen. Und wenn ein Mensch mit Handicap mit seiner Arbeit Geld oder Anerkennung bekommen kann, ist auch das wünschenswert.Das Traurige ist eben mal wieder, daß sich irgendjemand rechtfertigen muss, warum ein Spot mit einem Menschen gedreht wurde, der für die meisten Menschen wieder aus der Regel fällt. Und das ist das Dilemma, über das wir uns aufregen, daß in der Gesellschaft Vielfalt eben immer noch nicht akzeptiert wird.

Elterninitiative Bornheim Gemeinsamer Unterricht

Druckversion
Seitenanfang
Startseite

an den Anfang springen
Impressum

Validiert nach
Valid HTML 4.01
Mediadaten

© 2002-2012 kobinet-nachrichten

Dieser Internetauftritt wurde mit dem Content Management System @it
der dimedis GmbH, Köln erstellt.