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kobinet-nachrichten
16.02.2009 - 07:32
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org
Berlin (kobinet) Im Deutschen Bundestag kommt morgen erstmals ein "Runder Tisch Heimkinder" zusammen. Unter Leitung der ehemaligen Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer (Bündnis 90/Die Grünen) soll das Unrecht in deutschen Kinderheimen der frühen Bundesrepublik aufgearbeitet werden. Das hat der Petitionsausschuss des Bundestags im November nach zahlreichen Eingaben Betroffener beschlossen.
Unter den Delegierten sind Vertreter des Vereins der Heimkinder, vom Bundesfamilienministerium, von den Ländern, von konfessionellen und nicht konfessionellen Heimträgern. Bis Ende 2010 soll ein Abschlussbericht über das Schicksal von ehemaligen Heiminsassen vorgelegt werden, die als Kinder und Jugendliche in den 50er und 60er Jahren in westdeutschen Erziehungsheimen brutalen Erziehungsmethoden, Zwangsarbeit und sexuellen Übergriffen (Schläge im Namen des Herrn) ausgesetzt waren.
"Am Ende muss man auf viele Fragen eine Antwort für die Opfer finden, die sich durch diese Heime für ihr Leben geschädigt fühlen. Auch die Überprüfung rechtlicher Regelungen gehört dazu", sagte Antje Vollmer am Wochenende in einem Interview mit der Berliner Zeitung. Der Runde Tisch sei kein Tribunal, eher eine Art Wahrheitskommission. "Wer mitdiskutiert, ist am Ende auch für das Ergebnis mitverantwortlich."
Nach Ansicht von Vollmer wäre es falsch, jetzt so schnell wie möglich, die Frage der Entschädigung klären zu wollen. Das würde zu Abwehr und Blockaden führen. "Mein Ziel ist ehrgeiziger. Es sollte am Ende auch die Zeit und das Handeln der Beteiligten in dieser Zeit verstanden werden", so die Grünen-Politikerin. Einen Anspruch der Opfer auf Entschädigung wollte sie aber nicht ausschließen: "Der Auftrag des Petitionsausschusses hat nichts ausgeschlossen, aber auch nichts garantiert."
Für die Opfer ist die Bereitschaft, auch über Entschädigungen zu diskutieren, die zentrale Forderung an den Runden Tisch. Verstimmt waren die ehemaligen Heimkinder im Vorfeld darüber, dass die christdemokratische Bundesfamilienministerin Ursula von der Leyen in einem inoffiziellen Brief verlauten ließ, man strebe die Einrichtung eines nationalen Entschädigungsfonds nicht an.
Ergebnisoffen diskutiert wird nun zweimal monatlich am Runden Tisch. Eine wichtige Rolle spielt dabei die Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe, die auch eine Anlaufstelle für alle Betroffenen anbietet, die ihr Schicksal darstellen wollen. sch
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donald gärtner schrieb am 24.01.2010, 04:19
ich bin betroffener.
ich hätte gerne eine emailadresse von ihnen, damit ich ihnen schreiben kann.
Martin Mitchell schrieb am 11.01.2010, 03:36
Bitte beteiligt Euch alle an dieser Petition !
Damit helft Ihr Euch selbst und jedem anderen Heimkinderopfer auch.
AUFRUF: Bitte beteiligt Euch alle an dieser Petition: „Öffentlicher Bußaufruf an die Kirchen in Deutschland“ – „To: Kirchen in Deutschland, evangelisch und katholisch“ @ dierkschaefer.wordpress.com/2009/11/18/offentlicher-busaufruf-an-die-kirchen-in-deutschland/ ( Sign the petition > www.petitiononline.com/heimkids/petition.html > www.petitiononline.com/heimkids/petition-sign.html ) ( View current signatures > www.petitiononline.com/mod_perl/signed.cgi?heimkids )
Hast Du schon unterzeichnet ?
Martin Mitchell schrieb am 23.08.2009, 06:01
Da ist "bad blood" zwischen Antje Vollmer und dem „Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“. Diese Animosität geht besonders von Antje Vollmer und den KIRCHEN und bestimmten BUNDESPOLITIKERN aus ( unterstützt auch von bestimmten Medien - wie, zum Beispiel, auch dem evangelischen SONNTAGSBLATT ( München ), der katholischen FAZ ( München ), und dem katholisch-faschistischen kreuz.net aus Kalifornien ! ).
1. ) Kammergerichtsurteil und Urteilsbegründung vom 13.08.2009 @ www.heimkinderopfer2.blogspot.com/ ( wortgetreue leserfreundliche Version ! )
2. ) Presseerklärung von Opferjurist Michael Witti ( München ) vom 14.08.2009 @ heimkinderopfer.blogspot.com/2009/08/runder-tisch-heimerziehung-vs-verein.html
3. ) Auslegungen von dem Australier Martin Mitchell vom 21.08.2009 ( Adelaide, Süd Australien ) @ www.heimkinderopfer.blogspot.com/
Gepostet von dem australischen Betreiber der schon seit dem 17. Juni 2003 bestehenden Webseite www.heimkinder-ueberlebende.org / www.care-leavers-survivors.org
Martin Mitchell schrieb am 10.08.2009, 03:57
DIALOG um »Wiedergutmachung« am »RUNDEN TISCH« in Berlin. Wer darf teilnehmen?
Ausschlaggebender ! GERICHTSTERMIN im Berliner Kammergericht ( Berlin-Schöneberg ) Do. 13.08.2009, 10:00, ( im wesentlich betreffend: ) »VEREIN EHEMALIGER HEIMKINDER e.V.« -v- ANTJE VOLLMER im Kampf um das Recht des Vereins an der Teilnahme am »DIALOG« / »DISKURS« / »DISKUSSION« / »BESPRECHUNG« / »VERHANDLUNG« / »NEGOTIATION« mit Staat und Kirchen und Großunternehmen ( »Verursachern« und »Anspruchsgegnern« ) um »Rechenschaftsablegung«, »authentische, ernsthafte und vollständige Geschichtsaufarbeitung«, »Schuldanerkenntnis«, »aufrichtige Entschuldigung«, »Sühne tun«, »Wiedergutmachung leisten«, »Entschädigung leisten«, »Schadenersatz zahlen« – a total apolgy and all that is part of that ( was damit gemeint ist kann in dem im Jahre 2004 in der englischen Sprache herausgebrachten Sachbuch »On Aplogy« by Aaron Lazare nachgelesen werden; OXFORD UNIVERSITY PRESS, ISBN 13: 978-0-19-518911-7 und auch ISBN 10: 0-19-518911-6 ).
Und siehe auch das detailierte und extensive vom Vorstand des „Verein ehemalige Heimkinder e.V.“ gegebene Medieninterview in MIZ 2. Heft 2009 ( August 2009 ) @ www.miz-online.de/node/181 zum Thema.
Meine eigene schon seit über 6 Jahren von mir betriebene Webseite zum Thema ist www.heimkinder-ueberlebende.org / care-leavers-survivors.org
Die neue Vereinswebseite ist www.veh-ev.info sowohl wie auch www.vehev.info wo sich ebenso jeder über alles informieren kann.
Martin Mitchell schrieb am 08.08.2009, 00:21
„VEHeV“ Vorstand, Heidi Dettinger, im Interview mit dem Magazin MIZ 2/2009
WICHTIGER HINWEIS
„Verein ehemaliger Heimkinder e.V.“ - „VEHeV“ Vorstand, Heidi Dettinger, im Interview mit dem Magazin 2. Heft 09 ( Aug 2009 ) [ sehr langes und detailiertes Interview ]
QUELLE: - Materialien und Informationen zur Zeit - 2. Heft 2009 ( Aug 2009 )
online @ www.miz-online.de/node/181
“Das Veralbern von Opfergruppen muss ein Ende haben”
Gespräch über die Entschädigung ehemaliger Heimkinder
Im November 2008 erging ein einstimmiger Beschluss des Deutschen Bundestags, einen Runden Tisch einzurichten, um das Schicksal der Heimkinder aufzuarbeiten. Die Sprecherin der Arbeitsgruppe Petitionen im Bundestag, Gabriele Lösekrug-Möller, sprach damals davon, dass die Tabuisierung von Missständen in den Heimen der 1950er und 1960er Jahre beendet werden müsse. Der Runde Tisch sollte ehemalige Heimkinder, Heimträger oder deren Nachfolger, Wohlfahrtspflege und Kirchen, Vormundschafts- und Familiengerichte, Kinder- und Jugendhilfeverbände, fachliche Forschungseinrichtungen und Ministerien des Bundes und der Länder umfassen; als Vorsitzende wurde die kirchennahe Grünen-Politikerin Antje Vollmer berufen.
Da 80 % der damaligen Heime in kirchlicher Trägerschaft waren, ist die Bereitschaft der Kirchen, an der Aufarbeitung mitzuwirken, unerlässlich. Im Vorfeld der konstituierenden Sitzung am 17. Februar äußerten sich Vertreter beider großen christlichen Kirchen bedauernd zum Unrecht, das Kinder in den kirchlichen Heimen erlitten hätten, und schlossen selbst eine Entschädigung nicht aus. Antje Vollmer spracht von Anfang an zurückhaltend von “ergebnisoffenen Gesprächen” und meint damit vor allem, dass es nicht um einen “Anti-Kirchen-Kampagne” gehe. Caritas und Diakonie sollten sich, so ihre vieldeutige Formulierung, selbst verpflichten, “an einer Lösung zu arbeiten”. Im Hinblick auf Entschädigungszahlungen für Opfer sei “nichts ausgeschlossen, aber auch nichts garantiert”.
Nach der ersten Sitzung kam es schnell zu Unstimmigkeiten. Die Art und Weise, wie in den folgenden Wochen mit der Interessenvertretung der Heimkinder verfahren wurde, wirft Fragen auf. Um diese zu klären, hat MIZ sich mit Heidi Dettinger vom Vorstand des Vereins ehemaliger Heimkinder e.V. unterhalten.
Zum Interview @ www.miz-online.de/node/18
Heidi Dettinger schrieb am 19.02.2009, 16:18
"Mein Ziel ist ehrgeiziger. Es sollte am Ende auch die Zeit und das Handeln der Beteiligten in dieser Zeit verstanden werden", so Antje Vollmer...
Das Verstehen der Zeit und das Verstehen der Misshandler, Missbraucher, der ewig höhnischen ErzieherInnen, derjenigen, die uns in den Heimen gedemütigt und geschädigt haben mag für Frau Vollmer ein ehrgeiziges Ziel war.
Mein - höchst ehrgeiziges Ziel - ist es, wieder leben zu können, wieder "gut" zu sein, die Scham loszuwerden, eine "schwer Erziehbare" zu sein (von gewesen sein kann leider keine Rede sein - das Gefühl bleibt nämlich!). Mein Ziel ist es auch, meine mickrige Rente vielleicht ein wenig aufzubessern (zum leben wird sie auch dann noch nicht reichen!), meinen mir illegaler Weise nicht ausgezahlten Lohn nachgezahlt zu bekommen...
Ich verstehe, dass Frau Vollmer ihre eigenen Ziele als "ehrgeiziger" empfindet - sie wird sich nie mit meinen/unseren Problemen herumgeplagt haben müssen: Ich wette, sie hatte weder jemals Albträume, durch die sich der Stacheldraht zieht; noch wurde sie gedemütigt, verhöhnt, geschlagen, vergewaltigt; ihre Arbeit wurde sicher immer mehr oder weniger gut bezahlt, sie hat ihr Studium frei wählen können, keiner wird ihr eingebläut haben, dass sie eh auf dem Strich oder im Knast enden wird. Sicher bin ich auch, dass sie nicht an oder unter der Armutsgrenze leben muss, noch wird sie sich um die Höhe ihrer Rente Sorgen machen müssen!
Aber vielleicht wäre es nicht verkehrt, wenn sie sich mal überlegt, dass es für uns kaum ein sinnvolleres und ehrgeizigeres Ziel geben kann, als in Würde die letzten Jahre leben zu können - auch in finanzieller Hinsicht. Und dass es uns (oder wenigstens mich!) wirklich nicht sonderlich interessiert, unsere (meine) Misshandler auch noch verstehen zu lernen! Ich habe sie nämlich hautnah erlebt und verstanden. Jedes schreckliche Wort habe ich verstanden! Jeden höhnischen Blick habe ich verstanden! Jede Ohrfeige habe ich verstanden! Jede Medikamentengabe habe ich verstanden! Jeden Tag in Einzelhaft habe ich verstanden!
Jetzt brauch ich kein weiteres Verständnis für "die" - ich brauche Geld! Ich brauche meine Würde! Ich brauche mein eigenes Leben!
Mit freundlichem Gruß
H. Dettinger
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