Kopf-Werbung und Navigation überspringen
Kopf-Werbung überspringen

Werbung
Werbebanner zu bifos Online Akademie
Werbebanner zu Sommercamp 2012 selbstbestimmtes Leben
Werbebanner zu Kampagne Teilhabesicherungsgesetz
Werbebanner zu Hier könnte Ihr Werbebanner sein
Link zur Startseite Link zur Inhaltsübersicht Link zu Informationen Link zur Kontaktseite
Druckversion
30.09.2003 - 19:54

Betreungskatastrophe droht alten Menschen.

Berlin/Hannover/Köln (kobinet) Eine Europäische Initiative für alte
Menschen wurde heute in Berlin gestartet. 2.000 Betroffene schlossen
sich in Hannover zum «Altenkreis» um den Niedersächsischen Landtag
zusammen. Eine Betreuungskatastrophe droht in Deutschland, warnten die
Malteser in Köln

Das Deutsche Büro der internationalen Organisation «Freunde alter
Menschen» ruft erstmals mit dem Oktober den «Monat der Alten» in
Deutschland aus. Freunde alter Menschen setzen auf freundschaftliche
Beziehungen statt bevormundender Fürsorge. Getragen von Freiwilligen und
finanziert durch Spenden, die nicht von den begleiteten Menschen kommen
dürfen, ist der Verein vor allem durch die Initiierung von
Wohngemeinschaften für Demenzkranke bekannt geworden.

2.000 Senioren, Pflegekräfte und Prominente aus Politik und Gesellschaft
haben sich heute zur Einkreisung des Niedersächsischen Landtages und der
Marktkirche zusammengefunden, um auf den Notstand in der Pflege
hinzuweisen. «Die Pflege steckt in einer so tiefen Krise, dass sich die
Evangelischen Kirchen mit ihren diakonischen Werken und dem Fachverband
genötigt sehen, mit einer Kampagne auf diesen Missstand hinzuweisen. Wir
können nicht weiter zusehen, wie alte und kranke Menschen immer mehr ins
gesellschaftliche Abseits geraten», erläuterte Wilfried Wesemann von der
Konferenz der Diakonischen Werke in Niedersachsen die Motivation zu
dieser außergewöhnlichen Aktion.

«Es ist höchste Zeit, dass die Politik sich nicht nur auf die Sicherung
materieller Versorgung älterer Mitmenschen konzentriert», forderte heute
Johannes Freiherr Heereman, geschäftsführender Präsident des Malteser
Hilfsdienstes in Köln mit Blick auf den Internationalen Tag des älteren
Menschen am 1. Oktober. «Schon heute verwahrlosen immer mehr alte und
kranke Menschen in Deutschland. Sie vereinsamen und vegetieren unter
schlechten psychosozialen Bedingungen dahin», so Heereman. Pflegekräfte
könnten auf das seelische Befinden der Anvertrauten kaum eingehen, weil
sie ständig nach wirtschaftlichen Vorgaben arbeiten müssten. Allein mit
hauptamtlicher Pflege sei eine psychosozial positive Betreuung nicht
mehr zu leisten. Hier müssten in Zukunft viele ehrenamtliche Helfer die
professionelle Pflege ergänzen.

In Hannover unterstrich Bischof Peter Krug von der Konföderation der
evangelischen Kirchen in Niedersachsen den Ernst der Lage: «Wir brauchen
die Unterstützung aller, damit das Thema 'Alter und Pflege' nicht nur
als Finanzproblem, sondern unter den Gesichtspunkten 'Würde und
Menschlichkeit' diskutiert wird.» Er mahnte an, die
Pflegeversicherung weiter zu entwickeln und Bürokratie in der Pflege
abzubauen. Krug forderte ein Gesamtkonzept für Menschlichkeit in der
Altenpflege und betonte, dass Kirche und Diakonie zum Dialog bereit
seien. sch

 

 
Empfehlen Sie diese Seite Ihren Freunden bei Facebook
Leserbrief schreiben
Artikel versenden

Druckversion
Seitenanfang
Startseite

an den Anfang springen
Impressum

Validiert nach
Valid HTML 4.01
Mediadaten

© 2002-2012 kobinet-nachrichten

Dieser Internetauftritt wurde mit dem Content Management System @it
der dimedis GmbH, Köln erstellt.