Wien (kobinet) Die Kleine Zeitung berichtet heute über die neuesten Entwicklungen in der Gemeinde Rottenmann im skurrilen Streit um eine Rampe, die der Bürgermeister unbedingt entfernen will. Sie störe angeblich das Ortsbild.
"Für viele behinderte Menschen, ob sie in Rottenmann oder außerhalb wohnen und auch für Touristen mit Behinderung ist dieser barrierefreie Zugang unbedingt notwendig", appelliert Franz Klopf, Obmann des Zivilinvalidenverbandes Liezen, in der Kleinen Zeitung an die Vernunft des Bürgermeisters der Gemeinde Rottenmann.
Wie berichtet möchte Bürgermeister Ludwig Kopf (SPÖ) unbedingt eine Rampe entfernen lassen, die am einzigen Lebensmittelgeschäft im Gemeindezentrum montiert ist.
Unterstützung in der Stadtgemeinde
"Mittlerweile wird sogar über ein 'Sit-in', also einen Sitzstreik an der Rampe nachgedacht, die Idee dazu stammt vom evangelischen Pfarrer der Stadtgemeinde", hält die Kleine Zeitung im Artikel fest.
Der Kampf um den barrierefreien Zugang zum Lebensmittelgeschäft ist auch insoweit von hoher Symbolkraft, da für viele weit über die Gemeindegrenzen von Rottenmann hinaus nicht verständlich ist, warum sich der Bürgermeister so massiv gegen die Interessen der betroffenen Menschen stellt. Für eine Stellungnahme stand er weder der Kleinen Zeitung noch BIZEPS-INFO zur Verfügung.
Sogar das Bundessozialamt hat schon eine Förderungszusage in der Höhe von 5000 Euro für die Rampe vorbereitet. Doch dieser Betrag kann erst nach dem Verfassen eines Bescheides durch die Gemeinde ausbezahlt werden. Doch da die Rampe angeblich das Ortsbild störe verweigert der Bürgermeister die Zustimmung und möchte per Abbruchbescheid deren Entfernung durchsetzen
Stellungnahmen der Lokalpolitik
Eine Reihe von Lokalpolitikern nimmt in der aktuellen Ausgabe der Kleinen Zeitung dazu Stellung. "Wir sind klar für die Rampe. Die Haltung von Bürgermeister Ludwig Kopf ist für uns unverständlich", erklärt Stadtrat Franz Kleewein von der ÖVP Rottenmann.
Auch SPÖ-Bezirkschef Ewald Persch hält fest: "Ein behindertengerechter Zugang ist absolut notwendig, keine Frage." Er möchte in der Angelegenheit vermitteln. lad
Richard Eberhard PROHIL OG schrieb am 12.03.2009, 23:03
Bieten wir doch mal den Hr.. Bürgermeister einen Rollstuhl für 1 Woche! Dann werden wir sehen wie er sich in "seiner" Stadt bewegt. Und er darf diesen Rollstuhl in dieser zeit nicht verlassen.
Ich denke nach dieser Zeit wird er anders darüber denken.
Richard Eberhard
Firma PROHIL OG
Klagenfurt
Gerd Frank schrieb am 10.03.2009, 18:10
miesen Politiker sollte auf der Stelle der Schlag treffen und auf den Rollstuhl angwewiesen sein. Eine Woche im Rolli bringen diesen miesen Politiker nicht zur Einsicht. Für diesen Politiker sind behinderte Menschen Dreck die nichts auf der Straße zu suchen haben. Seine Argumentation die Rampe verschandelt die Landschaft ist nur vorgeschoben.
Solche Politiker, die auf diese miese Art Barrierefreiheit verhindern wollen sind für mich Abschaum und haben in der heutigen Zeit in der Politik nichts mehr suchen. Der soll sich dahin begeben wo der Pfeffer wächst.
Alexander Grundler schrieb am 10.03.2009, 15:56
Diesem Politiker würde ich einmal eine Woche im Rollstuhl wünschen, damit er überhaupt weiß was es bedeutet auf Barrierefreiheit angewiesen zu sein. So einen entschuldigung "Mist" kann auch nur jemand verbreiten der von der Sache überhaupt keine Ahnung hat. Aber na ja hier gilt halt auch wieder das Motto: "Solange ich selbst nicht betroffen bin, sind mir die anderen egal." Traurig aber wahr.