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23.03.2009 - 05:48

Mehr Chancen für behinderte Menschen auf dem Arbeitsmarkt.

Landau (kobinet) Integrationsbetriebe leisten nach Ansicht des rheinland-pfälzischen Ministerpräsidenten Kurt Beck einen wichtigen Beitrag, um behinderte Menschen in den allgemeinen Arbeitsmarkt zu integrieren. Die rheinland-pfälzische Landesregierung will die Zahl der Integrationsarbeitsplätze deshalb in den nächsten Jahren weiter deutlich erhöhen. Dies sagte Ministerpräsident Kurt Beck bei der Einweihung des "Hotels Kurpfalz" als Integrationsbetrieb in Landau.

Dort sind acht Arbeitsplätze für behinderte Menschen im Service und im Wirtschaftsbereich entstanden. Ministerpräsident Beck bezeichnete es als bemerkenswert, das die Eigentümer des Hotels die Idee selbst initiiert hätten und damit das ehrgeizige Ziel verbinden würden, den Standard von zwei auf drei Sterne zu verbessern. "Zurzeit sind in Rheinland-Pfalz 620 behinderte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in über 52 Integrationsbetrieben beschäftigt. Wir wollen in nächster Zeit mindestens 100 neue Integrationsarbeitsplätze pro Jahr schaffen", erläuterte Beck. Die Landesregierung habe zur Förderung von Integrationsbetrieben seit 2004 über 20 Millionen Euro investiert. Den Integrationsbetrieben liege ein zeitgemäßes Verständnis von Integration und Teilhabe zugrunde. Sie seien außerdem nachweislich kostengünstiger als andere Formen der Unterstützung und Integration.

"Behinderte Menschen haben ein gleichberechtigtes Recht auf Arbeit", sagte der rheinland-pfälzische Ministerpräsident. Dieser Grundsatz aus der UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen werde in Rheinland-Pfalz durch eine Vielzahl von arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen umgesetzt. "Unsere gemeinsamen Anstrengungen mit Arbeitsagenturen und Kommunen haben dazu geführt, dass das Land beim Abbau der Arbeitslosigkeit für schwerbehinderte Menschen bundesweit an der Spitze steht. Im Dezember 1998 waren 9.200 schwerbehinderte Menschen in Rheinland-Pfalz arbeitslos, im Juni 2008 nur noch 5.900. Das ist ein Rückgang um 35 Prozent", so Beck weiter. Die Landesregierung engagiere sich aber auch in allen anderen Bereichen dafür, dass behinderte Menschen selbstverständlich und gleichberechtigt am Leben teilhaben können. moh
 

 
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