
Bonn (kobinet) Aktion Mensch und Diakonie haben die Gewinner eines Schreibwettbewerbs für Senioren ausgezeichnet. Vom 1. Juni bis zum 31. Dezember 2008 waren Menschen ab 70 Jahren aufgerufen, sich am Wettbewerb "Mein Brief an die Gesellschaft von morgen" im Rahmen der Gesellschafter-Initiative zu beteiligen.
Die von der Fachjury ausgewählten drei Gewinnertexte sind: Eine E-Mail an meine Enkelin von Reinhard H. Kludas aus Bergfelde, "Wer sich nicht bewegt, bewegt nichts" von Ursula Lange aus Damme sowie Brief an die Zukunft von Ruth Wunsch aus Hamburg.
"Die Gestaltungskraft und der Optimismus, welche die Briefe trotz oftmals traumatischer Kriegserlebnisse ausstrahlen, unterstreichen die bedeutende Rolle der Senioren als Botschafter für die Gesellschaft von morgen", so Roswitha Kottnik, Jurymitglied und tätig im Arbeitsfeld "Ältere Menschen" beim Diakonie Bundesverband. Jungen Menschen positive Perspektiven aufzuzeigen war das Ziel aller Wettbewerbsteilnehmer zwischen 70 und 100 Jahren.
Reinhard Kludas E-Mail an seine Enkelin ruft zum Generationendialog auf: Die Geschichte des Kriegsheimkehrers thematisiert das Schweigen der Elterngeneration und die Bedeutung der Institution Familie. Der Titel "Wer sich nicht bewegt, bewegt nichts" bildet die Kernaussage im Text der 87-jährigen Ursula Lange. Statt Ratschläge zu erteilen, vertraut sie auf die Leistungs- und Erneuerungsbereitschaft nachfolgender Generationen. Die blinde Teilnehmerin Ruth Wunsch beschäftigt sich mit dem Alterungsprozess und entwirft zwei Utopien: "SOS-Familiendörfer" mit preiswerten Häusern für bis zu vier Generationen sowie die "ARX AG", in der alte Menschen andere als Mentoren unterstützen. sch
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