
Berlin (kobinet) Verkehrsminister Wolfgang Tiefensee bremst beim barrierefreien Umbau von Bahnhöfen, kritisierte heute Bundestagsabgeordneter Ilja Seifert.
So habe der Minister in einer Presseerklärung noch innerhalb des für 2.050 Bahnhöfe aufgelegten Investitionsprogramms den barrierefreien Umbau von 83 Bahnhöfen versprochen. Auf Nachfrage der Linken werde nun deutlich, dass mit dem Programm nur bei 41 Stationen eine vollständige Barrierefreiheit vom Bahnhofsvorplatz bis auf die Bahnsteige erreicht werden soll.
Der behinderten- und tourismuspolitische Sprecher der Fraktion äußerte sich zu den Antworten des Bundesverkehrsministeriums auf vier schriftliche Anfragen zur Modernisierung von Personenbahnhöfen im Rahmen der Konjunkturprogramme.
"Das Tempo, mit dem Verkehrsminister Tiefensee die Schaffung von Barrierefreiheit auf Personenbahnhöfen vorantreibt, ist absolut unakzeptabel", meint Seifert. "Es bleibt ein nicht hinzunehmender Widerspruch, dass der Bund einerseits, auch mit Blick auf die UN-Behindertenrechtskonvention, zur Schaffung von Barrierefreiheit gerade im Bereich des Personenverkehrs verpflichtet ist und andererseits der bundeseigenen DB AG die 'unternehmerische Freiheit' überlässt, zu entscheiden, wann und wo sie Barrierefreiheit schafft." sch
ursula lehmann schrieb am 09.05.2009, 21:16
ach, Ilja,
das Reiseproblem hat sich doch verlagert. Im VBB-Bereich gibt es zahlreiche barrierefreie Bahnhöfe. Aber weil diese zur Kategorie 6 gehören, wird uns kein Servicepersonal mehr zur Verfügung gestellt. Künftig dürfen Rollis dort nur noch zur Dekoration auf dem Bahnsteig stehen. Die neue Streckenausschreibung für den VBB-Bereich gibt sogar Gewichtsvorschriften über die maximale Zuladung vor. Obwohl ausreichend Stellplätze für Rollis im Regionalzug vorhanden sind, läßt die Achse nur 2 Elektrofahrer zu.
Wir tolle Zeiten, die da auf uns zukommen!!!!