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kobinet-nachrichten 15.05.2009 - 06:45
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Inklusiver Unterricht an der Walddorfschule in Emmendingen weiterhin möglich

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Freiburg (kobinet) Der gemeinnützige Freiburger Verein bildung neu denken begrüßt die Entscheidung der baden-württembergischen Landesregierung, der Waldorfschule in Emmendignen auch in Zukunft den inklusiven Unterricht zu ermöglichen. Damit korrigiert die Landesregierung ihren bisherigen Kurs, gegen das Urteil des Verwaltungsgerichts Freiburg vom März diesen Jahres Berufung einzulegen.

Was sich bereits in den vergangenen Tagen abgezeichnet habe, sei seit dem 13. Mai nun Gewissheit: "Die Walddorfschule darf auch in Zukunft behinderte und nicht behinderte Kinder gemeinsam unterrichten." Diana Schiekofer, Mutter eines der in Emmendingen 2008 illegal eingeschulten Kinder und Vorsitzende von bildung neu denken e.V meint dazu: "Unsere Kinder dürfen bleiben. Seit heute bin ich offizielle Mutter eines Kindes der Integrativen Waldorfschule Emmendingen. Wir bedanken uns bei allen, die uns so tatkräftig unterstützt haben." Bei aller Freude und Erleichterung ist allen Beteiligten bewusst, dass diese Entscheidung nur der erste Schritt auf einem langen Weg hin zu mehr sozialer Gerechtigkeit und einer inklusiven Schule ist. Jetzt müsse es weiter gehen. Mit vereinten Kräften und der Unterstützung vieler gelinge es, ein neues, gerechtes Bildungssystem zu schaffen.

bildung neu denken setzt sich dafür ein, dass alle Kinder mindestens bis Klasse zehn gemeinsam unterrichtet werden. Der gemeinnützige Verein fordert als erste Konsequenz aus der Abschaffung der Sonderschulen die Fortführung der ISEP-Klassen an der Anne-Frank-Schule in Freiburg und die Einrichtung einer inklusiven Regelschule bis Ende der Sekundarstufe eins. "Es sollte nicht allzu schwierig sein, zum Beispiel aus der Staudinger-Gesamtschule als weiterführende Schule eine inklusive Schule zu machen", so Kai-Uwe Schneider, dessen Tochter die Gesamtschule besucht. "Seit beinahe vierzig Jahren werden an dieser Schule Haupt-, Real- und Gymnasialschüler gemeinsam unterrichtet. Die Erfahrungen und die Kompetenz, die in den vergangenen Jahren hier gesammelt wurden, gilt es zu nutzen."

Auch zukünftig werde bildung neu denken die stärkere Vernetzung der verschiedenen Gruppierungen und Initiativen weiter vorantreiben. Hierzu gehören Gespräche und Podiumsdiskussionen mit den verschiedenen Verbänden und Parteien, Kindergärten und Schulen, Vereinen und Kirchen. Bereits im Terminplan steht die Teilnahme an der von der Freiburger Lebenshilfe initiierten "Woche der Inklusion" vom 23. bis 28. November und ein Bildungskongress am 13. März nächstes Jahr in Gundelfingen, der von dem Verein vorbereitet wird. moh
 

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