
Hamburg (kobinet) Die Liftinitiative Ochsenzoll und die Barmbeker Rollstuhlaktivistin Helga Kuhlmann haben zu einer Aktion am 4. Juni für mehr Barrierefreiheit bei S- und U-Bahn in Hamburg aufgerufen. Der Protest auf dem Rathausmarkt unter dem Motto "Mehr Geld für barrierefreie S- und U-Bahnhöfe in Hamburg!" wird von der Hamburger Landesarbeitsgemeinschaft für behinderte Menschen, von Autonom Leben und dem Sozialverband Deutschland unterstützt.
In Hamburg sind derzeit 19 von 46 S-Bahnhaltestellen und 30 von 80 U-Bahnhaltestellen barrierefrei zugänglich. Im Falle der Beibehaltung des bisherigen Tempos wird es noch viele Jahre dauern bis alle Hamburger Haltestellen barrierefrei sind. Andere Großstädte sind bereits weiter In München sind alle 89 U-Bahn-Stationen barrierefrei erreichbar, in Berlin fast 80 Prozent der S-Bahnhöfe.
Am 5. März 2009 hat die schwarz-grüne Mehrheit in der Hamburger Bürgerschaft den Antrag der Sozialdemokraten, 20 Millionen Euro in den barrierefreien Umbau von Hamburger U- und S-Bahnhöfe zu investieren, abgelehnt. Stattdessen fließen Hunderte Millionen in die Elbphilharmonie und andere Prestigevorhaben. sch
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