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kobinet-nachrichten 29.05.2009 - 05:28
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Selbstbestimmt Leben Preis übergeben

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Mainz (kobinet) Im Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL) wurde gestern der Selbstbestimmt Leben Preis des ZsL Mainz an Oberstaatsanwalt Klaus Puderbach übergeben.

Neben einer Urkunde überreichte die Geschäftsführerin des ZsL Mainz, Gracia Trapp, dem Oberstaatsanwalt ein Schatzkästchen mit einer Reihe von Stärkungen für dessen weiteres Wirken für die Integration behinderter Menschen. Der Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz, Ottmar Miles-Paul, war zuvor auf die besonderen Leistungen des Oberstaatsanwaltes eingegangen. Seit vielen Jahren stehe er nicht nur für das ZsL mit Rat und Tat zur Verfügung, sondern habe sich immer wieder für die Integration behinderter Menschen ins Arbeitsleben stark gemacht. Mittels Praktika in seiner Behörde, habe er als Türöffner für behinderte Menschen fungiert, die auf Arbeitssuche sind. Zwei vormals langzeitarbeitslose behinderte Menschen hätten dadurch direkt in der Behörde eine Anstellung gefunden. Dies sei vor allem aufgrund von individuellen Anpassungen und Arbeitsplatzausstattungen geschehen. "Die Verleihung eines Selbstbestimmt Leben Preises an Menschen, die nicht primär im sozialen Bereich aktiv sind, sich aber um die Selbstbestimmung behinderter Menschen besonders verdient gemacht haben, passt bestens in eine Zeit, in der durch die Finanz- und Wirtschaftskrise in unserer Gesellschaft viel ins Wanken gerät. Vor allem regt der Preis zur konsequenten Umsetzung der UN-Behinderterechtskonvention an", erklärte Ottmar Miles-Paul in seiner Laudatio.

Oberstaatsanwalt Klaus Puderbach machte in seiner Dankesrede darauf aufmerksam, dass sein Engagement eigentlich nichts besonderes, sondern eher selbstverständlich sei. Man müsse weniger ihm danken, sondern eher müsse sich beim ZsL Mainz für die Unterstützung bei der Beschäftigung der schwerbehinderten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bedanken, denn diese seien ein großer Gewinn für die Behörde. Im Anschluss der Preisübergabe wurde dann rege über weitere gemeinsame Aktivitäten diskutiert, wie zum Beispiel über Ausstellungen von behinderten Künstern, die immer wieder bei der Staatsanwaltschaft durchgeführt werden. moh
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Dorothea Moesch schrieb am 29.05.2009, 13:20

Ein wichtiger Preis!

Ehrt er doch Menschen, die sogenannte "Behinderte" rausholen aus dem immergleichen Ghetto aus Sonder-Sonder und sozialen Berufskümmer(t)anten. Zwei haben es geschafft - sie leben normal in normalem Arbeitsumfeld. Dafür alles Gute und dem Preisträger Gratulation!

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