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kobinet-nachrichten 19.06.2009 - 06:21
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Erste saarländische Zielvereinbarung unterzeichnet

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Saarbrücken (kobinet) Im Saarland wurde die erste Zielvereinbarung zur Herstellung von Barrierefreiheit unterzeichnet. Damit wird künftig beim Globusmarkt in Saarbrücken-Güdingen der barrierefreies Einkauf möglich und behinderten Menschen mehr Selbstbestimmung und Teilhabe ermöglicht.

"Niemand darf wegen seiner Behinderung benachteiligt werden. Uneingeschränkte Teilhabe, völlige Gleichstellung und ein Recht auf Selbstbestimmung gilt es zu unterstützen. Deshalb ist es sehr erfreulich, dass heute die 1. saarländische Zielvereinbarung zur Herstellung von Barrierefreiheit bei Globus Güdingen unterzeichnet wird und somit behinderte Menschen künftig im Globus Handelshof, Betriebstätte Saarbrücken-Güdingen, ohne Barrieren einkaufen können", erklärte der saarländische Sozialminister Vigener beim gestrigen Vertragsabschluss in Güdingen.

Im Beisein des Sozialministers und des Landesbehindertenbeauftragten, Wolfgang Gütlein, wurde von Frank Hubig, dem Bereichsleiter des Globus Handelshof Saarbrücken-Güdingen und Vertretern der Verbände der Menschen mit Behinderungen - VdK-Saarland e.V., Landesvereinigung Selbsthilfe e.V., SoVD-Sozialverband Deutschland e.V., LV. Rheinland-Pfalz/Saarland - eine entsprechende Zielvereinbarung unterzeichnet. Darin verpflichtet sich der Globus Handelshof Saarbrücken-Güdingen zur schrittweisen barrierefreien Ausgestaltung seines Marktes. Damit soll behinderten Menschen der Zugang zu Leistungen und zum Warenangebot erleichtert werden. Dies betrifft sowohl die bauliche Ausgestaltung des Warenhauses als auch die Ausstattung und den Umgang mit behinderten Kundinnen und Kunden. Im Gegenzug dazu verpflichten sich die Verbände, ihre Mitglieder über das Angebot zu informieren und das Unternehmen bei der Umsetzung der Vereinbarung zu unterstützen.

"Ein Dank gilt dem Büro des Landesbeauftragten für die Belange von Menschen mit Behinderungen, das den Prozess angeregt hat, ihn moderiert und ihn auch weiterhin begleiten wird. Lob und Anerkennung gilt auch den Vertretern von Globus, die mit der Vereinbarung dazu beitragen, behinderten Menschen mehr Selbstbestimmung und Teilhabe zu ermöglichen", so Minister Vigener. Diese erste saarländische Zielvereinbarung sei vor allem deshalb erfreulich, weil die Barrierefreiheit als eines der Kernelemente des Landesgesetzes zur Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen im Saarland gelte. Das Instrument der Zielvereinbarung sei ein sehr flexibles Mittel, um mit Unternehmen über entsprechende Maßnahmen zu verhandeln. Wie der Minister weiter ausführte leisten die Fachleute der Behindertenverbände mit ihrer Kompetenz und ihrem Sachverstand einen wesentlichen Beitrag zu der Vereinbarung. Hier sei ein Meilenstein in der Gestaltung gleichwertiger und selbstbestimmter Lebensbedingungen erreicht worden. Barrierefrei einkaufen zu können, sei für behinderte Menschen eine Voraussetzung zur Führung eines selbstbestimmten Lebens.

Nachdem eine große Anzahl an bequemen Behindertenparkplätzen neu geschaffen wurde, erklärt Globus sich in der Zielvereinbarung bereit, den Markt schrittweise innerhalb der nächsten Jahre den Vorgaben der Barrierefreiheit anzupassen. Beispielsweise sollen die Gemüsewaage mit größerem Display ausgestattet werden, die Servicetelefone niedriger angebracht werden. Die Beleuchtung, Farbgestaltung und Beschriftung des Marktes soll behinderten Menschen die Orientierung erleichtern. Darüber hinaus gibt es bereits Ruhezonen mit Bänken und einem Wasserspender, sowie die Möglichkeit, einen Einpackservice an der Kasse und beim Beladen des Autos zu erhalten. Zusätzlich stehen Kundinnen und Kunden mit Sehbeeinträchtigungen Aufsteck-Lupen an der Information zur Verfügung.

Der Text der Zielvereinbarung soll nach Abschluss in das Zielvereinbarungsregister beim Bundesministerium für Arbeit und Soziales eingetragen werden teilte das saarländische Ministerium für Justiz, Arbeit, Gesundheit und Soziales in einer Presseinformation mit. moh
 

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