
Hildesheim (kobinet) Am Samstag wurde erstmalig in Hildesheim ein Behindertenbeirat gewählt. 122 WählerInnen kamen ins Rathaus und gaben bei einer Versammlungswahl ihre Stimme ab. Dies teilte Beate Zellner aus Hildesheim den kobinet-nachrichten mit.
In den neuen Beirat wurden Mohsen Arki, Irmtraud Biesterfeldt, Marion Finger, Sabine Gräflich, Thomas Krause, Ingo Kruse, Gerd Müller, Marion Tiede und Beate Zellner gewählt. Nach Gesprächen der Stadtverwaltung mit dem Verein Stolperstein im letzten Jahr hatte sich eine Arbeitsgruppe aus verschiedenen Interessengruppen aus Hildesheim gebildet, wie Wirbelwind e.V., dem Blindenverein, der Paritätische, das Diakonische Werk, die Lebenshilfe, das Förderzentrum und mit Stolperstein. Diese Arbeitsgruppe hat die Versammlungswahl vorbereitetet. Sogar ein Fahrdienst stand zur Verfügung.
"Es war ein historischer Tag in Hildesheim", erklärte Sozialdezernent Dirk Schröder. In den meisten anderen Städten sind Behindertenbeiräte bereits seit längerer Zeit aktiv. Für den Landkreis Hildesheim ist kürzlich per Beschluss ein Behindertenbeirat installiert worden. Die Stadt Hildesheim zieht freiwillig nach. "In Hildesheim gibt es genug zu tun für zwei Behindertenbeiräte", sagte Beate Zellner vom Verein Stolperstein, der sich schon länger für die Barrierefreiheit in Hildesheim stark macht. Hauptziel des Beirates ist die Zusammenarbeit mit den verschiedenen Gremien der Stadt, der Politik und der Wirtschaft. "Nichts über uns ohne uns" wünscht sich Mohsen Arki.
Menschen mit verschieden Behinderungen können sich jetzt auch untereinander austauschen und mit Themen bezüglich der Integration von Menschen mit Behinderungen in die Öffentlichkeit gehen. "Die Menschen mit Behinderung brauchen einfach eine Plattform, auf der sie kommunizieren können", so Kathrin Diehe und Jupp Gerhardy von der Stadt Hildesheim. Nach den Sommerferien wird sich der neue Behindertenbeirat konstituieren. moh