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kobinet-nachrichten 23.06.2009 - 09:46
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Problem Hilfsmittelversorgung: Unterschriften für Petitionsausschuss

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Berlin (kobinet) In Berlin übergaben Repräsentanten des Bundesverbandes Selbsthilfe Körperbehinderter (BSK) mehrere tausend Unterschriften zur Petition für Änderungen bei der Hilfsmittelversorgung an Marlene Rupprecht, Mitglied im Petitionsausschuss des Bundestages, und an Gesundheitsministerin Ulla Schmidt.

Wie kobinet heute weiter vom BSK erfuhr, wies Bundesvorstandsmitglied Karl Finke, die Ministerin eindeutig darauf hin, dass im Bereich der Hilfsmittelversorgung Änderungen notwendig seien. "Besonders im Bereich der Inkontinenzversorgung oder einer nicht mehr wohnortnahen Versorgung haben sich deutliche Verschlechterungen ergeben", erklärte Finke. "Durch Angebote von Billigunternehmen oder unzuverlässigen Hilfsmittellieferanten hat sich die Versorgung nicht nur drastisch verschlechtert, sondern sie kann auch gesundheitlich negative Folgen nach sich ziehen".

Nach der Übergabe von mehr als 3.000 Unterschriften für die BSK-Petition "Hilfsmittelversorgung" hofft jetzt der Verband, dass der Petitionsausschuss sich noch vor der Wahl damit auseinandersetzt. sch

 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Andreas Zwölfer schrieb am 24.06.2009, 16:54

e-petition wäre auch möglich

Mich stört auch, wie die Hilfsmittelversorgung schlechter geworden ist - das betrifft z.B. auch Atemmasken für Menschen mit Schlafapnoe-Syndrom. Früher gab es die vor Ort auf Lager - das ist nun nicht mehr erlaubt. Argument: Der Wettbewerb würde behindert. Ich bin der Meinung, dass es keinen Wettbewerb zu Lasten der Versorgungssituation von Patienten geben sollte. Bei Apotheken hat der BGH ja auch geurteilt, dass Wettbewerb nicht Vorrang hat vor einer ordentlichen Versorgung durch qualifizierte Apotheker.
Noch ein Hinweis: Seit einiger Zeit gibt es e-petitionen im Deutschen Bundestag im Internetangebot - sicherlich eine Möglichkeit, dass Menschen mit Behinderung ihre Rechte noch besser einfordern können.

Gisela Maubach schrieb am 24.06.2009, 10:21

Atmungsaktive Windeln mit Aktivkern

Die erwähnten Billigunternehmen sind einerseits gezwungen, bei der Produktion der Inkontinenzartikel zunehmend Einsparungen vorzunehmen, und andererseits muss das dem Abnehmer auch noch irgendwie als positive Änderung dargestellt werden.
Natürlich klingt es vorteilhaft, wenn bei einer Windel die "Luft gut zirkulieren" kann, aber wenn nicht nur die Luft gut zirkuliert, sondern auch Kot und Urin, dann bleibt es meistens nicht beim Zirkulieren, sondern führt häufig zum geradlinigen Verlassen der Windel.
Die Folgen davon sind sehr unangenehm - vor allem wenn nicht nur die eigene Kleidung in Mitleidenschaft gezogen wird, sondern gegebenenfalls auch Möbel, Fahrzeugsitze usw.
Gesundheitlich negative Folgen (wie im Artikel beschrieben) können bei Billig-Windeln wahrscheinlich nur sehr selten belegt werden, so dass abzuwarten bleibt, ob die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben mit ständiger Wechselwäsche im Gepäck als ausreichend angesehen wird.

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