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kobinet-nachrichten 23.06.2009 - 19:18
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200 Jahre Blindenbildung in Sachsen

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Dresden (kobinet) Mit einem Festakt erinnerten die sächsischen Bildungseinrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen, die Deutsche Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig sowie der Blinden- und Sehbehindertenverband Sachsen heute daran, dass vor 200 Jahren die erste sächsische Schule für blinde Kinder eröffnet wurde.

"Für Menschen mit Behinderungen ist Bildung der Schlüssel zur Teilhabe am Leben in der Gesellschaft und zur beruflichen Integration - insofern gilt für Menschen mit Behinderungen die Bildungsdebatte, die in Deutschland geführt wird, uneingeschränkt", so Sozialministerin Christine Clauß heute in einer Pressemitteilung. Das 200-jährige Jubiläum des ersten Schulunterrichts für blinde Kinder in Sachsen sei ein Anlass, mit Stolz auf das Erreichte zurückzublicken. Aus dieser Tradition müsse die Kraft und der Mut geschöpft werden, sich den kommenden Herausforderungen zu stellen.

Mit Blick auf die Diskussion über die Weiterentwicklung der Bildungsstrukturen für behinderte Kinder und Jugendliche sagte die Ministerin: "Ziel muss die bestmögliche Bildung auch für behinderte Kinder sein." Es werde dabei aber sicher keine einfachen Antworten auf die komplexen Fragestellungen geben.

1809 begann der Dresdner Privatgelehrte Emanuel Gottlieb Flemming erstmals in Sachsen, blinden Kindern Schulunterricht zu erteilen. Bis dahin galten blinde Kinder als bildungsunfähig, konnten keine Schule besuchen und später keinen Beruf erlernen, so dass viele von ihnen vom Betteln und von Almosen leben mussten. Die Flemmingsche Blindenanstalt wurde später vom sächsischen Staat übernommen und zog im Jahr 1905 als "Königlich-Sächsische-Landeserziehungsanstalt für Blinde und Schwachsinnige" nach Chemnitz Altendorf.

Heute sind im Areal an der Flemmingstraße in Chemnitz die Sächsische Blindenschule, der Einrichtungsverbund zur Betreuung blinder und sehbehinderter Kinder und Jugendlicher sowie das Berufsbildungswerk des SFZ Förderzentrums untergebracht. Die Einrichtung hat sich damit zu einer leistungsfähigen Stätte der schulischen und beruflichen Bildung für blinde und sehbehinderte Menschen entwickelt. sch
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Andrea Böhnstedt schrieb am 20.07.2009, 21:36

Ausbildung

Meine Tochter lernt seit einem Jahr im SFZ und ich bin froh darüber das es ihr dort gefällt.
Die Betreuung dort ist einfach nur klasse, davon konnte ich mich zum Tag der offenen Tür persönlich Überzeugen.
Alle Eltern von behinderten oder nicht behinderten Kindern sollten sich beim nächsten Tag der offenen Tür davon überzeugen was dort täglich von Bertreuern und Lehren geleistet wird.
Viel Erfolg in den nächsten Jahren.

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