
Berlin (kobinet) Die sozialdemokratische Bundestagsabgeordnete Silvia Schmidt hat einen Pakt für die Ausbildung von Jugendlichen mit Behinderung vorgeschlagen, teilte sie heute der Presse mit.
Die Bundesregierung sollte gemeinsam mit den Betroffenen, den Kosten- und Leistungsträgern sowie den Unternehmen einen Pakt für Ausbildung schließen, "um mehr jungen Menschen mit Behinderung eine Beschäftigung auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt zu ermöglichen". Anlässlich einer Anhörung zum Thema berufliche Teilhabe behinderter Menschen, bei der es um einen Antrag der Grünen ging, sagte die Behindertenbeauftragte ihrer Fraktion im Bundestag: "Gleichwertige Ausbildung ist der Schlüssel zu einer inklusiven Arbeitswelt, in der Menschen mit Behinderung nicht nur für Hilfsarbeiten, sondern für gleichwertige und qualifizierte Arbeit benötigt werden." Ein Ausbildungspakt müsse her, "der alle fachlichen, politischen und gesellschaftlichen Kräfte zu einer Offensive für die Zukunft junger Menschen mit Behinderung vereint."
Die Umsetzung der UN-Konvention wird nach Ansicht der Politikerin ein langer Prozess sein, der aber keinesfalls bedeute, dass Werkstattarbeitsplätze wegfallen werden. Er bringe über die vorhandenen Möglichkeiten zur Teilhabe die Chance, mittels gleichwertiger Ausbildung in und außerhalb der Werkstätten sowie bedarfsgerechter Assistenz einen Platz auf dem Arbeitsmarkt zu finden. Junge Menschen mit Behinderung brauchten Perspektiven, wie sie die Hürde überwinden können, von der Sonderwelt der Förderschulen in die "normale" Ausbildungs- und Arbeitswelt zu kommen. sch
Cordula Müller schrieb am 01.07.2009, 05:59
Da platzt einem bald der Kragen,mehr Möglichkeiten um das vorige SONDERLEBEN zu überwinden. Mensch,all das Gerede kann man doch nicht mehr hören.Das Sonderleben könnte ja garnicht erst vorhanden sein, dann müsste niemand etwas überwinden.
Und einen langen Prozess der Umsetzung müsste auch nicht sein, wenn endlich die Gesetze geändert würden. Raucherunschutzgesetze werden auch geändert so wie es gerade gebraucht wird, mal darf geraucht werden, mal nicht...In einem Bundesland wird etwas abgeschafft (Hauptschulen) in einem anderen wird die Hauptschule versucht aufzuwerten...
Solange die einzelnen Länder einige Mächte bei sich tragen, können uns die Bundespolitiker viel versprechen, wir fallen darauf nicht mehr rein.. Was wir endlich brauchen ist das Gesetz zur Selbstbestimmung in allen Angelegenheiten, wer Sondereinrichtungen will, kann diesen Weg gehen, die anderen schlagen dann den Weg der Inklusion ein.
Und wir möchten endlich Gewissheit darüber, wo unsere besonderen Kinder ihren eigenen Weg gehen dürfen und wo nicht.Lange Prozesse muss es nur da geben, wo eigentlich die Umsetzung nicht gewollt ist, sonst gäbe es Schlagzeilen wie Land xy schafft Sonderschulpflicht ab nicht. Einige Länder sind eben gleicher als andere....