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kobinet-nachrichten
30.06.2009 - 20:37
URL: http://www.kobinet-nachrichten.org

Von kobinet-Korrespondent Keyvan Dahesch
Bensheim (kobinet) Die Christoffel-Blindenmission (CBM) hat im vergangenen Jahr rund 53 Millionen Euro eingenommen. Zusammen mit ihren 759 Projektpartnern unterstützt die CBM derzeit
964 Projekte in 105 Ländern - fast 17 Millionen Menschen wurden weltweit erreicht. Damit habe die gemeinnützige Hilfsorganisation im südhessischem Bensheim alle Ziele erreicht, die sie sich für ihr 100-jähriges Bestehen gesteckt hatte, sagte Direktor Reinhold Behr heute in Bensheim.
660.000 Operationen hätten Menschen das Augenlicht wieder gegeben, die in Folge vom Grauen Star blind gewesen seien. "Seit der ersten Star-Operation im Jahr 1966 in Afghanistan haben bis heute 8,8 Millionen erblindete Menschen dadurch die Sehkraft wieder bekommen."
Die CBM habe sich in ihrem Jubiläumsjahr 2008 zudem um 465.000 Menschen mit Gehörbehinderungen und um 393.000 Menschen mit körperlichen Behinderungen gekümmert. Mit 39,7 Millionen Euro verzeichnete die CBM 3,5 Millionen Euro mehr Spenden als 2007. Vermächtnisse eingeschlossen stiegen die Einnahmen auf 52,8 Millionen Euro Zuwendungen.
Die Blindenmission wurde 1908 von Pfarrer Ernst Jakob Christoffel aus Reydt, einem Stadtteil von Mönchengladbach, mit der Errichtung einer Schule für blinde und andere behinderte Menschen in der Türkei gegründet. Sie ist heute mit rund 1000 Projekten in 100 Ländern zum Wohle gehandicapter Menschen tätig.
Zum 11. Mal zeichnete die CBM "Jugend-forscht"-Teilnehmer für die Erfindung wirksamer und preisgünstig herstellbarer Hilfsmittel für Behinderte aus. Für ihr Orientierungssystem, mit dem blinde Menschen beispielsweise beim Schwimmen ihren Ausgangspunkt am Ufer wieder finden können, wurden Vincent Lieber und Felix Bär aus Brandenburg mit dem ersten Platz belohnt. Der zweite Preis ging an Stephan Pfeiffer (18) und Gabriel Haas (17) aus Baden-Württemberg. Die beiden Schüler der Robert-Bosch-Schule in Ulm entwickelten ein Therapie-Laufband, das querschnittsgelähmten Menschen, wie Stephan Pfeiffer selbst, ein eigenständiges Training ermöglicht. Carolina Krug, Julia Kipfstuhl und Jasmin Beierle, Schülerinnen der Erich-Kästner-Schule in Bürstadt, haben den "Rollator" mit pfiffigen Zusätzen, darunter ein akustischer Abstandswarner, ergänzt, die der Sicherheit dienen.
In der Kategorie "Schüler experimentieren" der Stiftung "Jugend forscht" wurde Tobias Hage aus Hösbach bei Aschaffenburg mit dem CBM-Sonderpreis auf Bundesebene ausgezeichnet. Er entwickelte ein System zum Sprach-Training für gehörlose Menschen, bei der aufgezeichnete Worte in Wellenbilder umgewandelt werden. Der Gehörlose nimmt seine eigene Stimme auf und vergleicht das so entstandene Bild mit dem vorgegebenen Original. Mit der Erfindung des jungen Bayern können gehörlose Menschen selbstständig ihre Aussprache verbessern. sch
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