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kobinet-nachrichten 02.07.2009 - 16:38
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Zwei Projekte für mehr Barrierefreiheit

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Berlin (kobinet) Der Bundesministerium für Arbeit und Soziales fördert zwei Projekte, die zukünftig einen wesentlichen Beitrag zu mehr Barrierefreiheit leisten sollen. Bundesminister Olaf Scholz gab heute in Berlin den Startschuss für beide Projekte und erklärte: "Unser Anliegen ist es, genau die Angebote zu unterbreiten, die gebraucht werden - und das so transparent und einfach wie möglich." Es gehe dabei um Gleichstellung und Selbstbestimmung, um Integration und Teilhabe.

Um Menschen mit Behinderungen einen möglichst umfassenden und barrierefreien Zugang für sie wichtigen Informationen zu ermöglichen, wurde das neue Webportal www.einfach-teilhaben.de eingerichtet. Es bietet Informationen und Dienste für behinderte Menschen und deren Angehörige sowie für Arbeitgeber und Verwaltungen aus Bund, Ländern und Gemeinden. Einige Informationen sind bereits in "Leichter Sprache" und Deutscher Gebärdensprache verfügbar. Diese Angebote sollen künftig noch ausgebaut werden. Neuartig ist, dass hier Inhalte nicht nur als Gebärdensprachvideos abzurufen sind, sondern zum Teil schon ein Gebärdensprachavatar eingesetzt wird, der automatisiert Inhalte in Animationen umsetzt.

Das "Bundeskompetenzzentrum Barrierefreiheit e.V.", das Verbänden und Unternehmen Unterstützung bei Verhandlungen über Zielvereinbarungen für eine barrierefreie Umweltgestaltung bieten will, wird in diesem Jahr mit 585.000 Euro und in den Jahren 2010 bis 2012 zunächst mit 300.000 Euro jährlich gefördert.

Seit Inkrafttreten des Behindertengleichstellungsgesetzes wurden bisher nur 17 Zielvereinbarungen mit sehr unterschiedlicher Qualität abgeschlossen. Von dem neuen Bundeskompetenzzentrum wird eine stärkere Nutzung dieses Instruments für die Herstellung von Barrierefreiheit in deutlich besserer Qualität erwartet. "Ich bin sicher, dass wir auf diesem Weg zu einem breiten Einsatz von Zielvereinbarungen kommen werden", sagte der Bundessozialminister. "Und ich bin weiterhin davon überzeugt, dass wir auf diese Weise mehr Bürgerinnen und Bürger mit Behinderungen befähigen können, ihr Leben nach eigenen Vorstellungen und Wünschen zu führen." sch



 

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