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03.07.2009 - 22:38

Standards für Barrierefreiheit im Straßen- und Verkehrsraum.

Berlin (kobinet) Die Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Karin Evers-Meyer, fordert Standards für Barrierefreiheit im Straßen- und Verkehrsraum. In einer Pressemitteilung kritisierte sie heute, dass derzeit in jedem Bundesland und teilweise sogar in jeder Gemeinde unterschiedliche Maßnahmen zur barrierefreien Verkehrsraumgestaltung umgesetzt werden.

Eine Standardisierung dieser Maßnahmen sei jedoch zwingend erforderlich, um eine höhere Vereinheitlichung des Erscheinungsbildes des öffentlichen Raumes und damit eine bessere Wiedererkennbarkeit zu erreichen, sagte die Beauftragte der Bundesregierung für die Belange behinderter Menschen anlässlich der Eröffnung des "Kompetenzzentrums Barrierefreiheit e.V." in Berlin.

Das Deutsche Institut für Normung (DIN) bemüht sich seit einigen Jahren darum, aktualisierte Normen zum barrierefreien Bauen zu erarbeiten. Eine barrierefreie Stadt- und Verkehrsentwicklung zeichnet sich dadurch aus, dass alle Menschen mit ihren ergonomischen Fähigkeiten als Nutzerinnen und Nutzer einer jeden Planüberlegung im Mittelpunkt stehen. Derzeit wird die Gesellschaft bei der Gestaltung des öffentlichen Verkehrsraums noch in Gruppen mit und ohne Behinderungen eingeteilt.

Dies ist angesichts des demographischen Wandels und vor dem Hintergrund der neuen UN-Konvention über die Rechte behinderter Menschen nach Ansicht von Evers-Meyer nicht länger vertretbar. Darüber hinaus sollte das Kriterium der Barrierefreiheit bei der Vergabe öffentlicher Mittel im Baubereich ein zwingendes Kriterium sein.

"Den behinderten und mobilitätseingeschränkten Menschen in unserem Land ist es nicht zuzumuten, noch länger auf einen einheitlichen Standard für die barrierefreie Straßen- und Verkehrsraumgestaltung in Form einer DIN-Norm zu warten", so Evers-Meyer. sch
 

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