
Berlin (kobinet) Seit Beginn dieser Woche ist die Fußgängerbrücke in Berlin, die zwischen Reichstagsufer und Schiffbauerdamm unter der S- und Fernbahnbrücke die Spree überquert, wegen Bauarbeiten gesperrt. Der Berliner Behindertenverband (BBV) befürchtet, dass bei der Sanierung an Barrierefreiheit wiederum nicht gedacht wird. BBV-Vorsitzender Ilja Seifert forderte den Einbau von Schrägaufzügen, damit die kürzeste Verbindung zwischen S-Bahnhof Friedrichstraße und dem Gebiet jenseits der Spree künftig barrierefrei wird.
"Häufig begegnet man jungen Familien, die Kinderwagen hinauf- oder heruntertragen oder Menschen jeden Alters, die ihre Fahrräder über die Treppen hieven. Seltener sind Frauen und Männer mit Rollatoren. Unpassierbar ist die Eisenbrücke für Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer. Da das gesamte Gebiet südlich des Bahnhofs Friedrichstraße in den letzten Jahren - nicht zuletzt wegen seiner unmittelbaren Nähe zum neuen Parlaments- und Regierungsviertel - enorm an Attraktivität gewann, steht die barrierefreie Erschließung dieses Stadtteils eigentlich schon lange auf der Tagesordnung", so Seifert. sch