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13.07.2009 - 00:05

Offener Brief an Bahnchef.

Berlin (kobinet) In einem offenen Brief an den neuen Bahn-Chef Dr. Rüdiger Grube hat der Berliner Behindertenverband (BBV) die Deutsche Bahn AG aufgefordert, bei der Sanierung der Fußgängerbrücke am Bahnhof Friedrichstraße (kobinet 8.7.09) Barrierefreiheit herzustellen. Zugleich hat der BBV auf seinem Verbandstag am vergangenen Wochenende zu einer Aktion am 11. August vor der Berliner Bahnzentrale am Potsdamer Platz aufgerufen, die unter dem Motto steht "Brücken sollen Barrieren überwinden, nicht Barrieren sein". Darauf machte der wiedergewählte BBV-Vorsitzende Ilja Seifert kobinet aufmerksam.

Wenn bestehende Gebäude und/oder Anlagen gründlich saniert werden, so schrieb Seifert an den Bahnchef, müsse Barrierefreiheit hergestellt werden: "Das bestimmen die Landesbauordnung, Behindertengleichstellungsgesetze von Bund und Land, die UN-Behindertenrechtskonvention und nicht zuletzt der Anstand und die Achtung vor dem selbstverständlichen Teilhabe-Wunsch von Menschen mit Behinderungen. Im konkreten Fall wäre der An- bzw. Einbau von Schrägaufzügen ein geeignetes Mittel. Aber nichts dergleichen ist vorgesehen."

Der Berliner Behindertenverband befürchtet, dass die Fußgängerbrücke über die Spree für weitere fünfzig Jahre als Barriere im Wege stehen soll. Gleiches gilt für Familien mit Kinderwagen, für Radfahrer und für Reisende mit viel Gepäck. "Das wollen wir nicht widerstandslos hinnehmen", betonte der BBV-Vorsitzende. Der Verband fordere den Bahnchef dringend dazu auf, "sofortige Abhilfe zu schaffen und noch während der laufenden Baumaßnahme die entsprechenden zusätzlichen Einbauten vorzunehmen". sch

Die Protest-Aktion am 11. August am Eingang der Zentrale der Deutschen Bahn am Potsdamer Platz soll von 11 bis 12 Uhr stattfinden:
· Barrierenbeseitigung ist keine Gnade, sondern Pflicht!
· Barrierenbeseitigung ist kein kurzfristiges Strohfeuer, sondern nachhaltige Investition!
· Barrierebeseitigung ist ein Gebot der Achtung voreinander!

 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Franz Schmahl schrieb am 13.07.2009, 20:43

Nachricht statt Brief

Bei kobinet gibt’s zuerst Nachrichten. Wortlaute und offene Briefe mag die Redaktion gern einer Veröffentlichung auf den Webseiten der dafür zuständigen Verbände überlassen. sch


Georg Niedermeier schrieb am 13.07.2009, 18:27

offener Brief?

Wenn es ein offener Brief ist, warum findet er sich dann nicht im Wortlaut hier?

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