
Walldorf/Jena/Hollenbach (kobinet) Wie ForseA am Abend mitteilte, unterstützt Europas größter Softwarekonzern, die SAP AG mit Sitz in Walldorf die Kampagne der Aktionsgemeinschaft der Bundesverbände ISL e.V. und ForseA e.V. für ein bedarfsdeckendes, einkommens- und vermögensunabhängiges Teilhabesicherungsgesetz. Neben den mittlerweile nahezu 1200 Einzelunterstützern, den nahezu 100 Organisationen wird die Liste der unterstützenden Unternehmen durch diesen Weltkonzern erweitert.
Dass Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit Assistenzbedarf trotz oft hoher Selbstbeteiligung noch mit guter Motivation arbeiten, wundert so manche Unternehmensleitung. Die Wegnahme großer Einkommensteile und die Verhinderung von Ansparungen über der "Vermögens"-Grenze von 2600 Euro ist dort meist unbekannt. Dies berichten Menschen mit Assistenzbedarf, die ihre Unternehmen auf die Kampagne ansprechen, so Dr. Corina Zolle von ForseA e.V. Sie hofft auf weitere unterstützende Unternehmen, die schließlich auch von der Motivation profitieren, wenn ihre Mitarbeiter die erzielten Einkommen behalten dürfen. gba
Link zu den Kampagnenseiten
A. Heinker schrieb am 14.07.2009, 06:07
Zu allererst muss der Lohn für Werkstattmitarbeiter/innen auf Tariflohn-Niveau angehoben werden. Sonst wird tatsächlich eine sozialpolitische Schieflage sein; zwischen den gut Ausgebildeten Behinderten, die in Behörden und auf dem freien Arbeitsmarkt arbeiten (die trotz [Arbeits]Assistenz ihr volles Gehalt behalten dürfen) und den Behinderten in Werkstätten (die bei Inanspruchnahme von [Arbeits]Assistenz ihre geringe Entlohnung auf lächerlich niedrigem Niveau bei fachlich guter Arbeit behalten und keine Anhebung ihres monatlichen Lohnes oder Entgeltes auf aktuell geltenden Tariflohn erfahren).
Vielleicht sollten sich die gut ausgebildeten Behinderten mit Arbeitsassistenz mal auch darüber Gedanken machen?
A. Heinker.
Sebastian G. schrieb am 13.07.2009, 20:02
Ich finde es äußerst lobenswert und erfreulich das ein solch großes Unternehmen sich hinter diese Kampagne stellt.
Man darf nicht ignorieren, dass die derzeitige Situation maßgeblich dafür sorgt die Beschäftigung Schwerbehinderter massiv zu verhindern. Es wird Zeit das sich hier was tut.