
Stockholm/Mainz (kobinet) Es sind zwar nur kurze Nachrichten, die der Landesbehindertenbeauftragte von Rheinland-Pfalz twittern konnte, aber anhand von 19 Nachrichten von der Reise einer rheinland-pfälzischen Delegation nach Schweden bekommt man einen guten Eindruck, was sich dort in der Behindertenpolitik tut.
Von der Tatsache, dass in Schweden per Gesetz die Heime für behinderte Menschen abgeschafft und ein Recht auf eine einkommens- und vermögensunabhängige Assistenz für behinderte Menschen verankert wurde, bis zum Test des öffentlichen Nahverkehrs in Stockholm finden sich in den Kurzberichten über Twitter eine Reihe von Information über die Reise, an der der rheinland-pfälzische Landesbehindertenbeauftragte, Ottmar Miles-Paul, von Sonntag bis Mittwoch teilgenommen hat. moh
Link zu den Twitter-Nachrichten über die Schwedenreise
Olav Großkotz schrieb am 22.08.2009, 23:56
Abgesehen davon, dass sich Herr Hinterberg entscheiden sollte, ob Herr Miles-Paul zwei oder 19 Nachrichten getwittert hat ...
1. Bevor davon gesprochen wird, dass in Schweden die Heime abgeschafft sind, möchte ich bitte eine Definition von Heimen.
Sechs kleine Häuser für je eine Person, außenrum ein zwei Meter hoher Gitterzaun - ist das kein Kleinstheim? (so gesehen 2005 in Västerhaninge, ca. 20 km südlich von Stockholm bei meiner Studienreise)
2. Auch die U-Bahn ist nicht so barrierefrei, wie sie aussieht: An vielen Stationen ist der Spalt zwischen Wagen und Bahnsteig so breit und/oder der Höhenunterschied so groß, dass das Ein- bzw. Aussteigen ohne Hilfe nicht möglich ist.
Viele RollifahrerInnen in Stockholm müssen deshalb faltbare Rampen mit sich herumschleppen.