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kobinet-nachrichten 02.09.2009 - 06:57
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http://www.kobinet-nachrichten.org

Blindenfanggruben in Mainz

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Mainz (kobinet) Anfang des Jahres traf es eine blinde Mitarbeiterin des Mainzer Zentrums für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen (ZsL). Sie wurde Opfer eines offenen Kabelschachts mitten im Bürgersteig auf dem Weg zu ihrer Arbeitsstelle. Sie hatte noch Glück, bekam einen Schreck, leichte Verletzungen und ihre Jacke mußte "dran glauben". Aber nicht nur der Weg zur Arbeitsstelle ist gefährlich, auch der Weg zurück nach Hause. Am Montag traf es einen blinden Mitarbeiter des ZsL, der in einen anderen Kabelschacht auf dem Bürgersteig in der Nähe seiner Arbeitsstätte stürzte. Dies berichtet Hans-Peter Terno vom Mainzer Zentrum für selbstbestimmtes Leben behinderter Menschen.

Hautabschürfungen, eine kaputte Hose und Prellungen der Hände blieben im als "Andenken des Unfalls", wie es Hans-Peter Terno beschreibt. Als sich der Firmenverantwortliche nach längerer Zeit seinem Loch näherte, meinte er, er sei nur kurz weg gewesen und versuchte den Zeugen, der sich um den blinden Mitarbeiter kümmerte zu verscheuchen. "Wir regeln das unter uns", soll er gesagt haben. Herangeeilte Mitarbeiterinnen des ZsL konnten dann aber das Unfallopfer und den Zeugen gegen den Baustellenleiter in Sicherheit bringen. Auch beim vorigen Unfall war ein Arbeitsassistent Retter. "Offenbar muss Arbeitsassistenz auf die Stunden für Befreiung aus Fallgruben ausgeweitet werden. Nicht nur im grünen Dschungel gibt es Fallgruben, sondern auch im Dschungel einer mittleren Großstadt", so Hans-Peter Terno. moh
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Christiane Link schrieb am 02.09.2009, 19:17

Rechtliche Schritte

Ich hoffe, die Angelegenheit ist bereits beim Anwalt oder es wurde zumindest die zuständige Aufsichtsbehörde informiert. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es in Mainz keine Richtlinien gibt, was die Absicherung von Baustellen angeht. Und wenn jemand verletzt wurde, würde ich eine Schmerzensgeldklage anstreben. Spätestens wenn es Geld kostet, spricht sich das bei den Baufirmen rum, dass sie ihre Gruben absichern müssen.

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