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05.09.2009 - 06:54

Erinnerung an Nazi-Verbrechen wach halten.

Mainz (kobinet) 70 Jahre nach der Unterzeichnung des sogenannten "Euthanasie-Erlasses" durch Adolf Hitler am 5. September 1939 erinnern die rheinland-pfälzische Sozialministerin Malu Dreyer und der Landesbehindertenbeauftragte, Ottmar Miles-Paul, an die Verbrechen der Nationalsozialisten an behinderten Menschen. Diese Erinnerung müsse wach gehalten werden.

"Behinderte Menschen wurden von den Nationalsozialisten systematisch erfasst, zwangsweise sterilisiert, zu medizinischen Versuchen missbraucht und ermordet. Diese Verbrechen dürfen niemals vergessen werden", erklärte Malu Dreyer. "Die leidvollen Erfahrungen, die behinderte Menschen und ihre Angehörigen damals machen mussten, gebieten es uns heute, dass wir besonders sensibel auf die Situation behinderter Menschen blicken", unterstrich Miles-Paul. Die Achtung und Verwirklichung der Menschenrechte behinderter Menschen sei daher das oberste Gebot einer modernen Politik. Die Selbstbestimmung, Teilhabe und Gleichstellung behinderter Menschen müsse dabei im Mittelpunkt stehen. "Vor allem müssen wir stets die Menschen im Blick haben, die einen besonders hohen Unterstützungsbedarf haben; sie waren meist die ersten Opfer der Nationalsozialisten", so Dreyer und Miles-Paul. moh
 

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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Martin Beitinger schrieb am 08.09.2009, 14:03

Spur der Erinnerung

Um die Erinnerung an die über 10.000 Opfer der Morde an kranken und behinderten Menschen in Baden Württemberg wachzuhalten wir vom 13. bis zum 16. Oktober eine Farbspur vom Tatort in Grafeneck bis zum Stuttgarter Innenministerium gezogen.Ein kilometerlanger Gedanken oder Gedenkenstrich soll erinnern,verbinden und mahnen.Aus allen gesellschaftlichen Bereichen haben sich Gruppen und Einzelpersonen gemeldet,um an diesem Ereignis aktiv teilzunehmen.Am Freitag,den 16.Okt. wird auf dem Stuttgarter Karlsplatz eine große Abschlußveranstaltung stattfinden.Von 13.00 Uhr bis 18.00 Uhr treten Musiker,Schauspieler und Schriftsteller auf.An Ständen rund um den Platz informieren Selbsthilfegruppen,Initiativen und Einrichtungen über ihre Arbeit.

Gustav Zechmeister schrieb am 06.09.2009, 15:59

Aus der Geschichte lernen

Übergriffe und Misshandlungen an behinderten Menschen passieren heute immer noch. Hitler hat damals gezeigt wie behinderte und nicht zum geltenden Idealstandard passende Menschen systematisch beseitigt wurden. In Ländern der 3. Welt und Ländern in denen es Menschenrechtsverletzungen gibt, passieren heute noch Aussonderungen, Verstecken von behinderten Kinder und Erwachsenen, Abtreibungen (diese sind auch in Deutschland nach Pränataldiagnostik bis zur 26. Schwangerschaftswoche möglich).
Aus den Ausstellungen der Gräueltaten der Nazis, z.B. Gedenkstätte Hadamar, kann jede Bürgerin und jeder Bürger der BRD und Besucher aus dem Ausland sehen wozu Menschen fähig sind.

So etwas sollte nie wieder geschehen!!!

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