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22.09.2009 - 00:01

Landes-Netz-Werk Demenz ins Leben gerufen.

Mainz (kobinet) Unter dem Motto "Gemeinsam handeln" fand gestern zum Welt-Alzheimertag die Gründung und die erste Konferenz des "Landes-Netz-Werk Demenz" in Mainz statt. Mit dem Landes-Netz-Werk Demenz soll nach den Worten der rheinland-pfälzischen Sozialministerin Malu Dreyer das vielfältige Engagement der Landesregierung, aber auch der vielen Partnerinnen und Partner in Rheinland-Pfalz gebündelt und gestärkt werden.

Als Teil der Initiative "Menschen pflegen" und im Rahmen der Demenzkampagne Rheinland-Pfalz ist eine neue landesweite Koordinierungsstelle bei der Landeszentrale für Gesundheitsförderung (LZG) angesiedelt, die die Zusammenarbeit der Projekte und die Bildung regionaler Netzwerke fördern wird. "Das 'Landes-Netz-Werk Demenz' soll Transparenz über die vielen Möglichkeiten der Unterstützung, Förderung und Hilfe bringen, die es schon gibt und für die in manchen Regionen noch Bedarf besteht", erklärte der LZG-Vorsitzende Sanitätsrat Dr. Günter Gerhardt zum Auftakt.

Das "Landes-Netz-Werk Demenz" soll die Zusammenarbeit von Fachkräften verschiedener Professionen sowie ehrenamtlich engagierter Menschen fördern und dadurch nicht nur die Angebote verbessern und innovative Projekte mit auf den Weg bringen, sondern vor allem den Menschen, die auf Hilfe angewiesen sind, schneller und umfassender Unterstützung bieten, so Dreyer und Dr. Gerhardt. Ein praktisches Element des "Landes-Netz-Werkes Demenz" ist die "Netsmap", eine datenbankgestützte Landkarte im Internet, die ständig aktualisiert wird und auf der jeder Interessierte erkennen kann, welche Angebote es in seiner Region für Demenzkranke und ihre Familien gibt. Über dieses Informationsportal können Beratungsstellen, konkrete Hilfsmöglichkeiten und Unterstützungsangebote ebenso gefunden und veröffentlicht werden, wie Veranstaltungstermine und Weiterbildungsangebote.

"Demenz gehört zu den häufigsten Erkrankungen im Alter", sagte Ministerin Malu Dreyer. Allein in Rheinland-Pfalz seien derzeit rund 70.000 Menschen von der Erkrankung betroffen. Diese Zahl könnte sich bis 2050 noch verdoppeln. "Damit kommt eine große gesellschaftliche und politische Herausforderung auf uns zu", so Malu Dreyer. Die rheinland-pfälzische Landesregierung habe sich dieser Herausforderung bereits frühzeitig gestellt und das Thema Demenz zum Schwerpunkt der Initiative "Menschen pflegen" erhoben. Mit einer breit angelegten Demenzkampagne, die das Ministerium gemeinsam mit der LZG und anderen Partnern ins Leben gerufen hat, seien viele wichtige Aktivitäten und Initiativen angestoßen worden. Zentrales Ziel ist die Unterstützung der betroffenen Menschen und ihrer Angehörigen und die Sensibilisierung der Öffentlichkeit für das Thema Demenz.

"Menschen, die an Demenz erkrankte Angehörige pflegen, haben einen aufreibenden 24-Stunden-Dienst, der oft ihre eigene Gesundheit angreift. Hilfen werden nicht oder zu wenig in Anspruch genommen, aus Unwissenheit oder auch Scham. Darum setzen wir uns für Aufklärung über die demenzielle Erkrankung ein, wie auch für Information zu Behandlungs- und Unterstützungsmöglichkeiten", erklärte Dr. Gerhardt. Je besser alle Beteiligten informiert seien, also auch Ärztinnen und Ärzte, Pflegedienste und Betreuerinnen und Betreuer, umso besser und schneller könne den Betroffenen geholfen werden. "Die LZG macht seit langem in vielen Bereichen Angebote zum Thema Demenz, für Fachkräfte wie für Betroffene und ihre Angehörigen. Wir verstehen uns als Dienstleisterin für alle, die sich in der Versorgung von Menschen mit Demenz engagieren", so Dr. Gerhardt. moh
 

 
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