Kobinet Logo
Druckversion
kobinet-nachrichten 21.10.2009 - 15:28
URL:
http://www.kobinet-nachrichten.org

Leiter des Frankfurter Hochbauamtes wagt Rollitour

.

Frankfurt a.M. (kobinet) Der Leiter des Hochbauamtes der Stadt Frankfurt, Dr. Hans Jürgen Pritzl, will am morgigen Donnerstag mit einer "Rollitour" in und um den Römer öffentlich zeigen, dass ihm die Barrierefreiheit ein echtes Anliegen ist. Die Anforderungen der UN-Konvention für Menschen mit Behinderungen an die barrierefreie Gestaltung des öffentlichen Raumes sollen in Frankfurt umgesetzt werden, so die Forderung der Frankfurter Behindertenarbeitsgemeinschaft (FBAG).

"Es muss noch viel getan werden, bis alle gesellschaftlichen Lebensräume in Frankfurt barrierefrei sind", erklärte die Vorsitzende der FBAG, Sabine Eickmann. Davon will sich der Leiter des Hochbauamtes aus der Rollstuhlperspektive einen persönlichen Eindruck verschaffen. Auch die Barrieren für "sinnesbehinderte" Menschen, wie Gehörlose und Blinde, sollen bei Pritzls Tour durch den Frankfurter Hindernisparcour simuliert werden. Ein anschließendes Abschlussgespräch wird zeigen, ob die ungewohnte Tortur auf den Spuren der täglichen Erfahrungen der behinderten Bürger der Stadt für den Amtsleiter zu einer lehrreichen Tour wird. Manchen hat Erfahrung klüger gemacht. hjr
 

  Follow @kobinetev
Empfehlen Sie diese Seite Ihren Freunden bei Facebook
nächste Nachricht >>
Leserbrief schreiben
Artikel versenden

Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Gunther H. Schweickert schrieb am 24.10.2009, 01:51

Ach Frau Moesch...,

so oft schon wurden Sie darauf hingewiesen, dass Ihre Verniedlichungsmasche ("Behindi") bestenfalls albern, i.d.R. aber nervig ist und der Sache nicht dient. Warum beherzigen Sie das nicht einfach mal?

Zur Sache selbst: Der Mann ist für die Barrierefreiheit des öffentlichen Verkehrsraums verantwortlich. Und wie jeder sog. "Nichtbehinderte", der mit der Thematik zu tun hat, sollte auch er sich in die Lage von Behinderten - hier vor allem (aber nicht nur) Rollifahrern - reinverSETZEN - und so selbst erFAHREN, wo's hapert. Das hat er getan, und das ist gut so, denn das, was andere ihm erzählen, ist nur HÖRENsagen, bzw. "Erfahrung" aus zweiter Hand.

Ähnliches Beispiel: Das Referat "intakt" (siehe hier: 217.160.41.115/intakt/) hat nach dem Umbau des Freizeitheims in Ludwigshafen/Bodensee 1997 den Architekten im Rollstuhl durch sein "Werk" geschickt. Er hat dann ziemlich schnell gemerkt, wo er Bockmist gebaut hat - und Besserung gelobt.

Von daher: Daumen hoch für diese Aktion!

kay macquarrie schrieb am 22.10.2009, 11:28

Wenn es denn hilft

bin ich dafür, dass sich Entscheidungsträger in die Situation von Menschen mit Behinderung hineinversetzen.

Wäre sicher auch am zentralen Bertha-von-Suttner-Platz in Bonn hilfreich gewesen. Bus und Bahn mögen nun barrierfrei zugänglich sein, die Gehwege verbreitert und gut nutzbar. An einen großen Teil der umliegenden Restaurants und Schnellimbisse jedoch wurde nicht gedacht. Eine Stufe am Eingang versperrt hier oft den Zugang.

Dabei wäre es leicht gewesen diese Stufen im Zuge der millionenschweren Umbauarbeiten in den Jahren 2006-2008 einzuebnen.

Verpasste Chance!

Dorothea Moesch schrieb am 21.10.2009, 18:09

Behindi-Spielerei

Warum fragt man nicht ExpertInnen vor Ort, also TATSÄCHLICH Blinde, Gehörlose, RollstuhlfahrerInnen etc. - nein, da muß wieder öffentlichkeitswirksam Behindi gespielt werden. Anderenfalls hätte man ja auf die ExpertInnen HÖREN müssen - und das geht trotz Resolution offenbar immer noch nicht.

© Kooperation Behinderter im Internet e.V.
Alle Rechte vorbehalten

Seite drucken
Zur Online Version