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13.11.2009 - 11:37

Australien diskutiert Lockerung der Einreise für Behinderte.

Canberra (kobinet) Familien dürfen nicht in Australien einreisen, wenn ein Familienmitglied behindert oder gesundheitlich beeinträchtigt ist. Begründung: Das koste die Steuerzahler im Laufe seines Lebens mindestens 20.000 AUD. Ein Parlamentsausschuss erwägt nun, diese Regeln zu lockern, berichtet die australische Nachrichtenagentur ABC News.

Eine nationale Untersuchung in Australien ergab, dass Familien ihre behinderten Kinder aufgeben, um den australischen Immigrationskriterien zu genügen. "Mir würde nicht erlaubt, in dieses Land zu immigrieren, selbst wenn ich sicherstellen könnte, dass ich einen vernünftige Beitrag leiste", empört sich der blinde Vorsitzende des UN-Komitees für die Rechte Behinderter, Professor Ron McCallum. Er sagte dem Untersuchungsausschuss, die Regeln verletzten die internationalen Menschenrechtsverpflichtungen Australiens.

Die Expertin für Einwanderungsgesetze der Universität Sydney, Professor Mary Crock, berichtete dem Ausschuss, dass einige verzweifelte Familien Kinder zurückließen, um den Kriterien zu genügen. Es gäbe Familien, die buchstäblich ein behindertes Familienmitglied abschütteln, was fürchterliche Auswirkungen auf das Kind habe.

Dr. Dinesh Wadiwel von der nationalen ethnischen Behindertenvereinigung erzählte dem Ausschuss, einige Familien nähmen an, sie könnten ihre behinderten Kindern nach Australien bringen, sobald sie sich niedergelassen hätten. Unglücklicherweise müssten jedoch viele Familien jahrelang auf eine Familienzusammenführung warten, die bei manchen nie komme. Die Menschenrechtskommission betonte gegenüber dem Ausschuss, die sozialen Beiträge der Immigranten müssten veranschlagt werden, nicht nur ihre Kosten für das Gesundheitssystem. hjr
 

 
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