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16.11.2009 - 22:33

Berliner Busse barrierefrei.

Berlin (kobinet) Die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) werden ab 13. Dezember nur noch barrierefreie Busse einsetzen. Der Begriff Omnibus kommt aus dem Lateinischen und heißt "für alle". Dieser Begriff gewinne in Berlin eine ganz neue Bedeutung, denn die BVG-Busse seien nun tatsächlich für alle da, erklärte das landeseigene Nahverkehrsunternehmen. Nachdem die letzten Fahrzeuge mit hohem Wagenboden in den Ruhestand geschickt wurden, ist die Busflotte der BVG zu 100 Prozent niederflurig unterwegs und damit benutzbar für alle mobilitätsbehinderten Fahrgäste.

Die BVG ist nach eigenen Angaben das erste Nahverkehrsunternehmen dieser Größenordnung in Deutschland, das eine komplett barrierefreie Busflotte einsetzt. "Das ist heute ein Freudentag für alle Menschen mit Mobilbehinderungen", sagte Corinna Lichtenberg vom Spontanzusammenschluss Mobilität für Behinderte heute der Berliner Morgenpost. Sie erinnerte an eine Protestaktion von Rollstuhlfahrern im Januar 1987 auf dem Kurfürstendamm, die sich gegen die faktische Unnutzbarkeit von BVG-Bussen durch Behinderte richtete.

"In 2009 erledigten in den ersten neun Monaten mehr als 100.000 Passagiere im Rollstuhl ihre Wege mit barrierefreien Bussen. Wenn ab 13. Dezember nicht nur alle 1.300 BVG-Busse, sondern auch die Fahrzeuge der Subunternehmer im Auftrag der BVG zu 100 Prozent barrierefrei unterwegs sind, gehören busfahrende Rollstuhlfahrer endgültig zum Alltag", so das Unternehmen.

Einzige Ausnahme wird die Linie 218 (U-Bahnhof Theodor-Heuss-Platz-Pfaueninsel) sein, auf der neben modernen Bussen auch künftig ein historisches Fahrzeug der AG Traditionsbus aus den 60er oder 70er-Jahren eingesetzt wird.

Barrierefreie Omnibusse verfügen nicht nur über einfach zu bedienende Klapprampen, es gibt zudem ausreichend breite Einstiege und großzügige Mehrzweckabteile im Wageninneren, von denen nicht nur Rollstuhlfahrer, sondern auch Eltern mit Kinderwagen oder Reisende mit viel Gepäck profitieren. sch

 

 
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Leserbriefe zu diesem Artikel:.

Gerd-Olaf Hesse schrieb am 17.11.2009, 22:15

janz jelektrisch

Direktruf: 0177 8335773
24 h Service
Janz jelektrisch, voll geil
be Berlin: Mit den Öffentlichen bis in die City und schon fährt man die Punkte an, die man gerne sehen möchte. Unsere Fahrzeuge sind sechs Km/h schnell. Somit können auch ungeübte Personen nach einer kurzen Einweisung Berlin unsicher machen.
Bei einem Bummel durch das nächtliche Berlin kann man unbeschwert die kulinarischen Höhepunkte ausprobieren. Helmpflicht und eine Promillegrenze entfallen. Wir empfehlen den Alkoholgenuss einzuschränken und den Sicherheitsgurt anzulegen. Beinahe alle öffentliche Gebäude sind behindertengerecht, also auch mit einem Skooter befahrbar ...

Bernd Masmeier schrieb am 17.11.2009, 11:44

Die Tücken der Klapprampen

Zunächst einmal einen herzlichen Glückwunsch nach Berlin. Ich bin seit der Wiedervereinigung Deutschlands ein paar Mal dort gewesen und habe schon immer die dortige weitgehende Barrierefreiheit im ÖPNV bewundert. Bis wir in Düsseldorf soweit sind, werden wohl noch eine Reihe von Jährchen vergehen. Zwar sind die Busse alle in Niederflurtechnik, aber zu einem nicht unbeträchtlichen Teil noch ohne Klapprampe.

Doch auch Klapprampen haben ihre Tücken: Wie ich schon einige Male erleben musste, kann sich der ausklappbare Griff festsetzen; wenn der Busfahrer dann kein Instrument zum Lösen parat hat (Taschenmesser, Autoschlüssel o.ä.) sieht es finster aus (schließlich sind längst nicht alle bereit, sich ihre Fingernägel beim Versuch abzubrechen, die Klappe an der Kante anzuheben). Und wenn es sich um Klapprampen ohne diesen Griff handelt, die mit Hilfe einer Stange herausgeklappt werden müssen, ist manchmal diese Stange nicht an Bord... Fazit: Eine verlässliche Technik zu kreieren, die Rollifahrer/innen einen sicheren Ein- und Ausstieg ermöglicht, scheint einigermaßen schwierig zu sein.

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