Wien (kobinet) Über sein "Hoppala mit der Deutschen Bahn" erfuhr kobinet jetzt von BIZEPS-Mitarbeiter Martin Ladstätter aus Wien. Nach Beratungen im fachlichen Beirat des BIENE-Wettbewerbs um die besten deutschsprachigen Webseiten wollte der Österreicher vom Bonner Hauptbahnhof die Heimreise antreten. Doch der InterCityExpress fuhr ohne ihn ab, weil die mit dem Hebelift erschienenen Service-Leute den Rollstuhlplatz nicht gefunden haben und auch der Zugchef nicht weiter helfen konnte oder wollte.
Da die Bahn bei Kritiken immer genaue Fakten braucht, veröffentlicht kobinet heute das Protokoll eines neuen Abenteuers auf dem Schienenstrang:
Bonn Hbf 10:14 - Wien Westbahnhof 19:22 (ohne Umsteigen) - der ICE 27 soll am 14. Oktober Ladstätter heimbringen. Die Bediensteten der DB finden den Rollstuhlplatz nicht. Der Zugchef meint, dass der Zug das halt nicht bietet und der Zug fuhr weiter. Ladstätter sieht beim Vorbeifahren noch das Rollstuhlsymbol des Wagens, wo er Platz nehmen wollte.
Mit dem neuen Angebot "Bonn 11:01 - Köln 11:28 mit RE 11014, Köln 12:20 - Frankfurt 13:44 mit ICE 627, Frankfurt 14:16 - Wien Westbahnhof 21:22 mit ICE 29" muss Ladstätter dann eine um zwei Stunden längere Reisezeit auf sich nehmen. sch
Gerhard Franken schrieb am 26.11.2009, 18:03
Da haben sich im Bonner Hauptbahnhof so einige Bahnbedienstete gründlich lächerlich gemacht und blamiert. aber sehr gründlich.
Die sollten sich einen ICE einmal von innen ansehen. Die Sitze der Rollstuhlplätze sind eindeutig beschildert.
Ich bin eher davon überzeugt, dass es Desinteresse - gepaart mit Lustlosigkeit und Gleichgültigkeit dem
Rollstuhlfahrer gegenüber - gewesen ist.
Machen sich die Herrschaften eigentlich keine Gedanken darüber, welche Unannehmlichkeiten einem Menschen mit Handicap blühen, der unterwegs so diskriminiert wird. ?
Im Paketdienst sind solche Herrschaften besser aufgehoben. Genau so wurde der Reisende nämlich behandelt.
Jan Krech schrieb am 23.11.2009, 18:15
Hallo liebe Leser,
bei der Bahn wundert mich nichts mehr. Ich hatte schon mal das Glück in einem Entlasstungs IC auf der Strecke Dortmund Berlin mit zufahren. Dieser IC hatte gar keine Rollstuhlfahrerplätze vorgesehn. So musste ich die ganze Strecke mit meinem aktiv Rollstuhl im Fahrradabteilverbringen. So konnte ich währnd der 4,5 Stunden Fahrt nich auf das normale WC gehen. Da die Tür zu derm WC zu klein war.
Ich würde mir von der Bahn einfach nur wüschen das bald jeder Rollstuhlfahrer den Zug kann. Denn er will. So das die ewige Disskusion mit der Mobilitätsservicezentrale aufhört.