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24.11.2009 - 06:49

Die Bedeutung der UN-Behindertenrechtskonvention für Frauen und Mädchen.

Eine Rückblende von Susanne Krumpholz

Berlin (kobinet) Über 100 TeilnehmerInnen besuchten die Konferenz "Weiblich, behindert - diskriminiert?" der Friedrich-Ebert-Stiftung am Donnerstag den 19. November 09. Unter dem Motto "Die Rechte behinderter Frauen und Mädchen stärken" hatte Urban Überschär von der Friedrich-Ebert-Stiftung zum Erfahrungsaustausch und zur politischen Diskussion eingeladen.

Die Referentinnen Birgit Monteiro von der SPD, Prof. Dr. Ulrike Schildmann von der TU Dortmund und Susanne Krumpholz von der bundesweiten politischen Interessenvertretung behinderter Frauen Weibernetz, stellten aus ihrer Sicht die Folgen der Mehrfach-diskriminierung für behinderte Frauen und Mädchen dar.
In ihren Impulsreferaten ermittelten sie den Handlungsbedarf zur Gleichstellung, zum Schutz vor Gewalt und zur Umsetzung der UN-Konvention. Dabei kritisierten sie die unzureichende Beachtung von Gender und Disability Mainstreaming und eines entsprechenden Budgetings im Koalitionsvertrag, bei Entscheidungen von Politik und Verwaltung, in wissenschaftlichen Studien und bei der Förderung von sozialen Projekten und Arbeitsstellen.
Die offene Diskussion im Anschluss unterstrich die Bedeutung des neuen rechtlichen Rahmens und die Chancen zur Stärkung der Rechte behinderter Frauen und Mädchen durch die UN-Behindertenrechtskonvention.

Auf dem abschließenden Podium diskutierten unter der Moderation von Journalistin Dr. Sigrid Arnade, Hannelore Loskill vom Deutschen Behindertenrat, Gudrun Braksch von der AWO, Eren Ünsal von der Berliner Landessstelle für Gleichstellung und Ingo Nürnberger vom DGB und der BAR mit den TeilnehmerInnen die Schlussfolgerungen aus Gesellschaft und Politik. Dabei verständigten sie sich auf eine gemeinsame Basis zur konsequenten Umsetzung der UN-Behindertenrechtskonvention für behinderte Frauen und Mädchen in Deutschland und Europa. rba
 

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